Die Oper Leipzig bringt im November Richard Wagners „Lohengrin“ heraus, aber nicht in der Regie der Urenkelin des Komponisten, Katharina Wagner. Stattdessen gebe es „ein kreativ verkürztes Opernformat“, teilte das Haus am Donnerstag mit. Gründe seien die aktuellen Corona-Regeln in Leipzig und die verschobene Premiere am Gran Teatre del Liceu Barcelona, mit dem die Inszenierung in Koproduktion entstehen sollte.

Oper Leipzig

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Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer erarbeite nun ein neues Konzept, zusammen mit Chefdramaturg Christian Geltinger und dem künstlerischen Produktionsleiter Patrick Bialdyga, der das Stück auch inszeniert. Den Bühnenraum sollen Motive des Bildhauers und Malers Klaus Hack bestimmen.

Katharina Wagner, Leiterin der Bayreuther Festspiele, sollte schon 2018 den „Tannhäuser“ in Leipzig inszenieren, was jedoch wegen organisatorischer Schwierigkeiten scheiterte.

Mit der „Lohengrin“-Neuinszenierung nähert sich Intendant Schimer dem Ziel, bis 2022 alle 13 Wagner-Opern im Repertoire zu führen. Sie sollen dann innerhalb von dreieinhalb Wochen bei den Opernfesttagen „Wagner 22“ auf die Bühne kommen. Als Letztes der Stücke fehlt nur noch „Die Meistersinger von Nürnberg“.

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