Für einen Auto­di­dak­ten hat uns der eme­ri­tier­te Che­mie­pro­fes­sor Mar­tin Kles­sin­ger (gebo­ren 1934) in sei­nem geschicht­li­chen Über­blick Die Musik der Oper (einer Kom­pakt­ver­si­on sei­nes Haupt­werks O wie ängst­lich, o wie feu­rig… von 2009 im sel­ben Ver­lag) eine Men­ge Inter­es­san­tes mit­zu­tei­len. Gän­gi­ge Beur­tei­lun­gen wech­seln mit per­sön­li­chen Beob­ach­tun­gen. Die schma­le Aus­wahl der Wer­ke ist bewusst sub­jek­tiv (kei­ne Zau­ber­flö­te, kein Ring, kein Fal­staff, kei­ne Tos­ca, kei­ne Salo­me), aber ich wun­de­re mich doch über die Gema­no­zen­trik und das völ­li­ge Feh­len von Mus­sorg­ski und Janáček. Statt­des­sen final die Stahl­be­to­n­äs­the­tik Ari­bert Rei­manns, wo sich die Gren­zen der ana­ly­ti­schen Betrach­tung offen­ba­ren. Eine wert­vol­le Ergän­zung zu gän­gi­gen Kon­zert­füh­rern mit ihrer Hand­lungs­fi­xie­rung ist das Buch alle­mal mit sei­nem Fokus auf die Musik, zu wel­cher der Autor ein spür­ba­res Lie­bes­ver­hält­nis hat. Zu bedau­ern ist das lie­der­li­che Lek­to­rat.  

Mar­tin Kles­sin­ger: „Die Musik der Oper und ihre Ent­wick­lung von den Anfän­gen bis zur Gegen­wart“ (agen­da)

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