News | 17.02.2021

Lübe­cker Professur für Musi­ker­ge­sund­heit

von Redaktion Nachrichten

17. Februar 2021

Die Musik­hoch­schule (MHL) und die Univer­sität zu Lübeck (UzL) haben eine gemein­same Professur für Musi­ker­ge­sund­heit entwi­ckelt. Durch Vernet­zung mit anderen Insti­tu­tionen wie den Lübe­cker Musik­schulen und dem Theater Lübeck soll ein „Lübe­cker Modell“ entstehen, das nicht nur Studenten und Hoch­schul­an­ge­hö­rigen zugu­te­kommt, sondern auch anderen Musik­profis und Laien. Das teilte die MHL am Mitt­woch mit.

Viele Musiker litten unter gesund­heit­li­chen Problemen wie Verspan­nungen, einge­schränkte Bewe­gung, Tinnitus, Lampen­fieber oder Versa­gens­ängste. Gründe seien Fehl­hal­tungen oder Über­be­las­tung sowie psychi­scher Stress und Leis­tungs­druck. Im schlimmsten Fall könne dies das Ende einer Karriere bedeuten.

Die Professur startet voraus­sicht­lich ab Winter­se­mester 2021 an der MHL. Zudem gibt es eine Stelle für wissen­schaft­liche Mitar­beit, die den Aufbau einer Einrich­tung für Musik­me­dizin an der UzL unter­stützen soll. Die Anschub­fi­nan­zie­rung für das „Lübe­cker Modell“ leis­tete die Possehl-Stif­tung Lübeck mit rund 600.000 Euro für zunächst fünf Jahre. Nach einer Evalua­tion soll die Professur verste­tigt und von der MHL und UzL weiter­fi­nan­ziert werden.

„Die Beglei­tung und Entwick­lung junger, begabter Künst­le­rinnen und Künstler umfasst so viel mehr als die Ausbil­dung künst­le­ri­scher Virtuo­sität“, sagte Stif­tungs­vor­stand Max Schön. „Ein acht­samer Umgang mit der eigenen Gesund­heit kann einen wich­tigen Beitrag zur Entwick­lung einer selbst­be­wussten Künst­ler­per­sön­lich­keit leisten.“ Beson­ders schön sei, dass die jetzt entste­henden Ange­bote nicht nur Studenten, sondern auch Laien­mu­si­kern zu Gute kommen werden.

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Fotos: GOKOVA gemeinfrei via Wikimedia Commons