Vor 20 Jah­ren ver­starb Yehu­di Menu­hin. Das Fes­ti­val im Her­zen der Schwei­zer Alpen, das er 1957 ins Leben rief, erin­nert an das Wun­der­kind Menu­hin, das mit zehn Jah­ren unbe­dingt Unter­richt bei Geor­ge Enes­cu, „dem Abso­lu­ten“, in Paris haben woll­te. „Paris ist magisch und hat über die Jahr­hun­der­te nichts von die­ser Fas­zi­na­ti­on und Anzie­hung ver­lo­ren“, betont Inten­dant Chris­toph Mül­ler. Er hat ein Pro­gramm ent­wor­fen, das im Zei­chen von Paris steht und von fran­zö­si­schen Musi­kern geprägt ist. In einem Chor­kon­zert stellt Her­vé Niquet mit Solis­ten und sei­nem Con­cert Spi­ri­tu­el den Barock­kom­po­nis­ten Marc-Antoi­ne Char­pen­tier vor, einen Meis­ter sakra­ler Fest­mu­sik. Und Oli­vi­er Latry, der Orga­nist von Not­re-Dame de Paris, gibt ein Orgel­kon­zert in der Kir­che Saa­nen. Kon­zer­tant kommt Bizets „Car­men“ mit dem Orches­ter des Opern­hau­ses Zürich unter Mar­co Armi­lia­to zur Auf­füh­rung. Gaël­le Arquez singt die Titel­par­tie und Mar­ce­lo Álva­rez die Par­tie des Don José. Wäh­rend das Orches­t­re phil­har­mo­ni­que de Radio-Fran­ce und das Orches­t­re Natio­nal de Lyon zwei gro­ße Kon­zer­te im Fes­ti­val-Zelt bestrei­ten, spielt Adam Lalo­um das „Ers­te Kla­vier­quin­tett“ von Gabri­el Fau­ré, das auf Schwei­zer Boden ent­stand. Das Artist-in-Resi­dence-Pro­gramm gestal­tet der Pia­nist Bert­rand Cha­ma­y­ou. Dar­über hin­aus fin­det ein Wie­der­se­hen mit der Pia­nis­tin Kha­tia Bunia­tish­vi­li statt, die zu den Lieb­lin­gen des Fes­ti­vals gehört. Wei­te­re Gäs­te sind die Sän­ge­rin­nen Nuria Rial und Ceci­lia Bar­to­li, die Gei­ge­rin­nen Vil­de Frang, Patri­cia Kopatchin­ska­ja und Hil­ary Hahn sowie die Cel­lis­ten Sol Gabet­ta und Gau­tier Capuçon. Und im Abschluss­kon­zert mit der Staats­ka­pel­le Dres­den unter Myung-Whun Chung setzt sich Yuja Wang an den Flü­gel. 

www.gstaadmenuhinfestival.ch

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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