Wer verbirgt sich hinter diesem Text?

Und er ist gekom­men, ein jun­ges Blut, an des­sen Wie­ge Gra­zi­en und Hel­den Wache hiel­ten!“ Die­ses Zitat stammt natür­lich nicht von mir. Ich wur­de zwar als Sohn einer recht musi­ka­li­schen Fami­lie gebo­ren, doch mein Vater spiel­te im Tanz­lo­kal auf, wo sicher­lich kei­ne beson­ders edlen und mythi­schen Gestal­ten anwe­send waren. Ich war dafür von klein auf von Musik umge­ben, bekam früh Kla­vier­stun­den und bald dar­auf auch Unter­richt im Kom­po­nie­ren.
Mei­ne ers­ten Wer­ke schrieb ich nur unter Pseud­onym, teil­te ihnen höhe­re Opus­zah­len zu, und es kam nicht sel­ten vor, dass ich sie aus Selbst­zwei­fel her­aus ver­brann­te. Die inter­na­tio­na­le Musik­sze­ne wur­de dank zwei­er wun­der­vol­ler För­de­rer auf mich auf­merk­sam, und schon bald bezeich­ne­te man mich als den Erben Beet­ho­vens. Und so konn­te ich mei­nen Lebens­un­ter­halt auch ohne eine fes­te Anstel­lung bestrei­ten und wur­de als Tra­di­tio­na­list bewun­dert und ver­ehrt.
Beein­flusst von Pale­stri­na, Hän­del, Bach, Beet­ho­ven und Schu­mann schuf ich doch ein unab­hän­gi­ges und eigen­stän­di­ges Gesamt­werk, das in drei gro­ße Schaf­fens­pe­ri­oden auf­ge­teilt wer­den kann. Ein beson­de­res Zeug­nis ist die Auf­nah­me mei­nes eige­nen Kla­vier­spiels, das man trotz äußerst schlech­ter Qua­li­tät bis heu­te hören kann!

Lösung: Johan­nes Brahms

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