Mari Kodama und Kent Nagano haben mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin alle Klavierkonzerte Beethoven eingespielt, darunter auch das Nullte.

Es sei, als würde man mit Beethoven durch sein Leben und die europäische Musikgeschichte reisen, beschreiben Mari Kodama und Kent Nagano ihre Einspielung von Beethovens Klavierkonzerten. Verglichen mit anderen Kompositionen der Zeit, seien diese Konzerte völlig anders. Für die Aufnahme platzierten sie das Klavier offen im Orchester, was es Kodama erlaube, ihr Spiel zarter und filigraner zu gestalten. Zu den weiteren Besonderheiten der Aufnahme gehört, dass sie auch jenes Klavierkonzert Nummer null enthält, das Beethoven bereits als 14-jähriger schrieb. Kodama und Nagano erarbeiteten dafür eine eigene Fassung. Diese solle neben der Anlehnung an Haydn und Mozart auch die ungestüme Aufbruchsstimmung des jungen Beethoven hören lassen.

Ludwig van Beethoven: „Piano Concertos 0 – 5”, Mari Kodama, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kent Nagano (Berlin Classics)
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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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