Schmerzhafter Verlust

Mariss Jansons

Mariss Jansons am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und die Organistin Iveta Apkalna in einer Live-Aufnahme mit Werken von Camille Saint-Saëns und Francis Poulenc.

Mariss Jansons am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und die Organistin Iveta Apkalna in einer Live-Aufnahme mit Werken von Camille Saint-Saëns und Francis Poulenc. 

Den noch immer unfassbar schmerzhaften Verlust durch Mariss Jansons’ Tod am 1. Dezember 2019 führt auch diese Live-Aufnahme aus dem Münchner Gasteig vor Ohren. Saint-Saëns’ monumentale Orgelsinfonie entfaltet bei Jansons und seinem grandiosen Orchester nicht nur einen warm leuchtenden und bei aller Opulenz stets transparenten Orchestersound, sondern auch einen großzügigen Schuss musikalische Doppelbödigkeit. Mit irrlichternden Holzbläser-Kaskaden und markanten Linien der tiefen Streicher rückt der Dirigent die Musik schon in Berlioz-Nähe. Die motivischen Verflechtungen um das zentrale Dies Irae-Thema hat man selten so plastisch und differenziert gehört. Weniger bekannt, aber durchaus reizvoll in seinen holzschnittartigen und ungestümen Kontrastwirkungen ist Poulencs Orgelkonzert von 1938. Hier ist die Orgel solistischer geführt als bei Saint-Saëns. Und Iveta Apkalna kann im Wortsinn sämtliche Register ziehen und alle Effekte des Instrumentes ausfahren.

Camille Saint-Saëns: Symphonie Nr. 3 „Orgelsymphonie“. Francis Poulenc: „Orgelkonzert“, Iveta Apkalna, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons (BR-KLASSIK)
www.jpc.de

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