Martha Argerich, Michael Barenboim und Kian Soltani widmen sich Claude Debussy. Daniel Barenboim leitet die Staatskapelle Berlin. 

Auf den ersten Blick mag einem diese CD wie ein reines Best of des französischen Klangfarbenmalers und Impressionisten Claude Debussy vorkommen, bei näherem Hinsehen und vor allem Hören treten hingegen die programmatischen Zusammenhänge deutlicher hervor, von der frühen und hierzulande wenig bekannten Fantasie pour piano et orchestre über die überbordend luzide Tondichtung La mer bis hin zu zwei späten Sonaten für Klavier und Violine bzw. Cello. Ein Kompendium, das die kompositorische Vielseitigkeit, die Modernität, aber auch musikantische Verspieltheit dieses noch immer rätselhaften Wegbereiters der musikalischen Moderne prägnant abbildet.

Dialektisch geprägte Instrumentaldialoge 

Im Zentrum der Aufnahme steht die lebende Klavierlegende Martha Argerich, die in drei der vier Werke zu erleben ist; mit einer schier unglaublichen Bandbreite von Stimmungen und Emotionen, mal zart und mal hart, mal tänzerisch grazil und sinnlich perlend, mal entschlossen und fordernd für die Partner. Der Geiger Michael Barenboim und der Cellist Kian Soltani verstecken sich nicht und setzen ihre Akzente, dialektisch geprägte Instrumentaldialoge von bestechender Klarheit und Suggestivkraft. Auch Daniel Barenboim zaubert mit seiner Berliner Staatskapelle lichtgeflutete Klangflächen und ‑bilder und kostet die Orchestereffekte genüsslich aus.

„Claude Debussy“, Martha Argerich, Michael Barenboim, Kian Soltani, Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim (DG)

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