Der Akkordeonist Maximilian Spenger hat mit Kollegen des Bayerischen Staatsorchesters das Streichquintett Tango Sentimentale ins Leben gerufen und ein gleichnamiges Album mit Tango-Melodien herausgebracht. 

Vom Vergessen erzählt die getragene Melodie des Akkordeons, während das Raunen der Streicher daran gemahnt, dass in den Tiefen des Bewusstseins die Erinnerungen fortwirken und einen wehmütigen Blick zurück auslösen. Mit Astor Piazzollas Tango Oblivion eröffnen der Akkordeonist Maximilian Spenger und sein mit Kollegen des Bayerischen Staatsorchesters gegründetes Streichquintett Tango Sentimentale ihr Album. Der Name ist Programm. 

Das Streichquintett Tango Sentimentale mit dem Akkordeonisten Maximilian Spenger
Maximilian Spenger und sein aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters ins leben gerufenes Streichquintett Tango Sentimentale 

Die Musiker, die in der klassischen Besetzung der goldenen Ära des Tangos spielen, geben sich virtuos dem Gefühl traurigen Zurückblickens auf entschwundenes Glück und der Sehnsucht nach der Rückkehr des beglückenden Augenblicks, hin. So erklingt der erste Satz aus den Five Tango Sensations, dem musikalischen Abschied vom Leben, den Piazzolla nach seiner schweren Erkrankung komponierte, ebenso wie die Il-Postino-Melodie des 2017 verstorbenen Komponisten Luis Bacalov aus dem Film über den Dichter Pablo Neruda. 

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Der Akkordeonist Maximilian Spenger und das Streichquintett Tango Sentimentale spielt Hermann Weindorfs Háblame

Zur Seite stehen den Klassikern die vom Tango inspirierten aus unterschiedlichen Richtungen kommenden Kompositionen Hermann Weindorfs, der zudem am Klavier und am Schlagzeug zu hören ist. Da ist das Agnus Dei aus seiner Heilig-Geist-Messe, das Háblame mit seiner minimalistischen Untermalung und Bailar junto al Río, das auf die Pop-Musik verweist. Spenger steuert die Milonga de la Noche bei und beendet das Album mit der Liebeserklärung Mi Corazón.

„Tango Sentimentale“, Maximilian Spenger u.a. (Tyxart)

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