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Die Salzburger Mozartwoche kann in diesem Jahr pandemiebedingt nicht stattfinden. Die Lage in Salzburg habe sich dramatisch verschlechtert, sagte Festivalintendant Rolando Villazón am Donnerstag. Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden sei auch keine Besserung in Sicht. „Wir haben alles versucht, aber ein Festhalten an der Mozartwoche 2022 wäre angesichts dieser Einschätzung für alle Beteiligten unzumutbar“, betonte er.

Rolando Villazón

Rolando Villazón

Das Festival hatte vom 27. Januar bis zum 6. Februar rund 60 Veranstaltungen an zehn Orten in ganz Salzburg geplant. Mit Künstlern, Orchestern und Ensembles sowie Publikum aus aller Welt sei es heuer nicht durchführbar, hieß es. Der von der Salzburger Landesregierung errechnete Höchststand an Corona-Fallzahlen falle genau in die Festivalwoche. Eine Verschiebung des Festivals sei wegen der langen organisatorischen Vorlaufzeit und der Nicht-Verfügbarkeit wesentlicher Künstler zu einem späteren Zeitpunkt nicht möglich.

Die Mozartwoche findet seit 1956 jährlich um den Geburtstag des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar in Salzburg statt. Das Festival versammelt die besten Orchester, Ensembles und Solisten auf dem Gebiet der Mozart-Interpretation. Zu den 59 Veranstaltungen Anfang 2020 kamen über 30.000 Gäste, mehr als je zuvor. Die Auslastung betrug 91 Prozent. Im vorigen Jahr wurde eine verkürzte Ausgabe ausschließlich mit Internet-Streams veranstaltet.

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