Sie zäh­len zu den bekann­tes­ten Figu­ren der Opern­ge­schich­te und haben mit ihrem Charme, ihren Gefühls­aus­brü­chen und Bezie­hungs­tur­bu­len­zen schon ver­schie­dens­te Büh­nen erobert. Ob Tami­no oder Don Otta­vio, ob Bel­mon­te oder Ido­me­neo – sie alle ver­füh­ren in ihren Par­ti­en mit Mozarts ori­gi­nel­ler und melo­di­en­rei­cher Ton­spra­che. Auf sei­nem Album Zero to Hero ver­sam­melt der Tenor Dani­el Beh­le nun all jene Figu­ren und über­zeugt mit sei­ner schlan­ken und leben­di­gen Inter­pre­ta­ti­on ihrer legen­dä­ren Ari­en. Dabei ver­mag er es, jeden Ein­zel­nen von Mozarts Opern­cha­rak­te­ren hin­ter­grün­dig und stimm­lich vir­tu­os in Sze­ne zu set­zen und die jewei­li­ge Per­sön­lich­keit fein­sin­nig zu ergrün­den. Mit dem L’Orfeo Barock­or­ches­ter steht dem Sän­ger dabei ein unge­mein wen­di­ger und eben­so trans­pa­rent wie musi­kan­tisch auf­spie­len­der Klang­kör­per zur Sei­te, der ihn bei sei­nen musi­ka­li­schen Cha­rak­ter­stu­di­en kon­ge­ni­al beglei­tet.  

Wolf­gang Ama­de­us Mozart: „Zero to Hero”, Dani­el Beh­le, L’Orfeo Barock­or­ches­ter, Michi Gai­gg (Sony)

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Dorothea Walchshäusl
Dorothea Walchshäusl ist Musikjournalistin und promovierte Politologin. Sie lebt und arbeitet in Passau. Den Mensch im Blick, die Musik im Ohr und das Gefühl in den Fingerspitzen, fasziniert die freie Autorin all das, was die Menschen im Kleinen wie im Großen bewegt und berührt. Für crescendo schreibt sie seit 2014 und erforscht in ihren Porträts und Reportagen mit Leidenschaft, warum sich Menschen mit Haut und Haar der Musik verschreiben.

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