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Die Initiative „Aufstehen für die Kunst“ wendet sich wegen der Schließung von Kultureinrichtungen vor das Bundesverfassungsgericht. Geigerin Anne-Sophie Mutter, Sänger Christian Gerhaher, Dirigent Hansjörg Albrecht und weitere Künstler hätten stellvertretend eine Verfassungsbeschwerde im Eilverfahren eingereicht, teilte die Initiative am Donnerstag mit.

Theatersitze

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Da die Kunstfreiheit zu den am stärksten im Grundgesetz abgesicherten Kommunikationsgrundrechten gehört und die massiven Einschränkungen bereits über eine unverhältnismäßig lange Zeit gehen und sich wissenschaftlich nicht wirklich begründen lassen, ist deshalb eine verfassungsrechtliche Klärung auf höchster Ebene überfällig und angezeigt“, erklärten die Initiatoren.

Zuvor hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof einen Eilantrag gegen das generelle Veranstaltungsverbot und die Schließung von Theatern, Opern- und Konzerthäusern in der Corona-Pandemie abgewiesen. In diesem Urteil sah die Initiative „einen schweren Angriff auf die Kunstfreiheit“. Wissenschaftlich erarbeitete Studien, denen zufolge das Infektionsrisiko in Kultureinrichtungen geringer sei als in Einzelhandel, Schulen und Gottesdiensten seien nicht hinreichend berücksichtigt worden.

Der Initiative „Aufstehen für die Kunst“ um Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Kevin Connors sowie Mutter, Gerhaher und Albrecht haben sich inzwischen zahlreiche prominente Unterstützer angeschlossen, darunter Künstler wie Lisa Batiashvili, Sasha Waltz, Rolando Villazón, Kent Nagano, Thomas Hengelbrock oder Herbert Blomstedt sowie Chöre, Veranstalter, Künstleragenturen, Verbände, Verlage und Kulturpolitiker.

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