Mit einem neuen Konzept startet das Musikfest ION am (heutigen) Samstag seine 69. Saison. An neun Abenden bis zum 5. Juli finden Konzerte in den Nürnberger Innenstadtkirchen statt. Die Mitwirkenden stellen sich die Frage, wie Musik die Erfahrungen der Corona-Zeit reflektieren, ver- und bearbeiten kann, teilten die Veranstalter mit. Gleichzeitig gehe es darum, in innovativen, digitalen Formaten unter veränderten Bedingungen Konzertformate für die Zukunft in der Livesituation auszuprobieren. Alle Veranstaltungen werden als Video-Livestream auf www.musikfest-ion.de übertragen und bleiben anschließend abrufbar.

Sebalduskirche

Sebalduskirche

Der künstlerische Leiter Moritz Purschke und der Dramaturg Oliver Geisler haben für jeden Tag Themen entwickelt. Der Eröffnungsabend bietet ab 19:00 Uhr in St. Sebald eine knapp vierstündige Vorschau auf das kommende Festival. Rund 30 Mitwirkende inszenierten einen musikalischen Weg vom Frühbarock über Bach und Reger bis zu Jazz und Pop. Deutschlands jüngster Orgelprofessor Martin Sturm improvisiert einen kompletten Abend und nimmt unter anderem vom Publikum im Internet-Chat angeregte Themen auf. Weitere Gäste des Musikfests sind die Gambistin Hille Perl, die Jazz-Formation Masaa, die Capella de la Torre und andere. Zwei musikalische Festgottesdienste runden das Programm ab.

Das 1951 als „Internationale Orgelwoche Nürnberg“ gegründete Festival ist nach Angaben der Veranstalter das größte und älteste für geistliche Orgelmusik in Europa. 2019 übernahm Kulturmanager Puschke die künstlerische Leitung. Die erste Ausgabe seines „Musikfests ION“ zog in 16 Tagen knapp 15.000 Besucher an.

© MH – Alle Rechte vorbehalten.

ANZEIGE