Edward Elgars Sea Pic­tures, Gus­tav Mah­lers Rück­ert-Lie­der und Richard Wag­ners Wesen­donck-Lie­der – all die­se gro­ßen Lied­wer­ke ver­bin­det ein über­ge­ord­ne­tes Sujet: die Natur als Spie­gel­bild mensch­li­cher Emp­fin­dun­gen. Angst und kal­te Stür­me, ein tosen­des Meer, kar­ge Land­schaf­ten, Son­nen­strah­len als fer­ne Hoff­nungs­schim­mer. Mit die­ser schier end­lo­sen Palet­te von Gefüh­len beschäf­tigt sich die hol­län­di­sche Mez­zo­so­pra­nis­tin Ruth Wil­lem­se auf ihrem Album Whe­re Corals Lie. Mit einem strah­len­den, aber kraft­vol­len Klang ver­mag sie es, dem Hörer die Gefühl­sach­ter­bahn der drei Kom­po­nis­ten näher­zu­brin­gen. Vital Sta­hie­vitch, der seit 2005 ihr Duo-Part­ner ist, zeigt sich als groß­ar­ti­ger Lied­be­glei­ter. Bei­de ver­mö­gen es, gro­ße Span­nungs­bö­gen zu zeich­nen und den indi­vi­du­el­len Eigen­hei­ten der doch sehr unter­schied­li­chen Kom­po­nis­ten gerecht zu wer­den. Das Ergeb­nis ist ein wun­der­ba­res Wech­sel­bad der Gefüh­le.

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Sina Kleinedler
Direkt nach ihrem Abi wirbelte Sina Kleinedler bereits als Praktikantin durch die crescendo-Redaktion. Ein Musikjournalismus- und Cellostudium in Dortmund und Hannover schlossen an. Heute gibt sie unter anderem regelmäßig Konzerteinführungen in der Philharmonie Köln. „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ (Augustinus Aurelius), lautet ihre Devise.

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