In A Dif­fe­rent Forest beschäf­ti­ge ich mich mit dem Wald als Natur­raum und Kon­trast zum städ­ti­schen All­tag; zu mei­nem Lebens­raum“, erklärt der Düs­sel­dor­fer Pia­nist Hausch­ka den pro­gram­ma­ti­schen Hin­ter­grund sei­nes aktu­el­len Albums. Erst­mals hat der vor zwei Jah­ren für den Oscar nomi­nier­te Künst­ler bei die­ser CD auf die Prä­pa­ra­ti­on sei­nes Flü­gels ver­zich­tet und nutzt den natür­li­chen Kla­vier­klang für sei­ne neo­ro­man­ti­schen Natur­er­kun­dun­gen; die klin­gen mal nach Mini­mal Music und mal nach den schwe­ben­den Klang­ge­bil­den islän­di­scher Pop­künst­ler wie Björk oder Sigur Rós. A Dif­fe­rent Forest bie­tet eine klang­lich ver­füh­re­ri­sche Traum­welt, um dem All­tag zu ent­flie­hen, aller­dings klin­gen vie­le Stü­cke auf Dau­er doch recht ähn­lich. Ein biss­chen mehr Sper­rig­keit und Wag­nis hät­te das Album durch­aus ver­tra­gen kön­nen.

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Mario Vogt
Mario-Felix Vogt wurde 1972 geboren und wuchs in Heidelberg auf. Er studierte in Düsseldorf und Essen Klavier, Bratsche und Musikwissenschaft und lebt seit 2016 in Berlin, wo er an seinem Schreibtisch über Texten brütet, die sich zumeist um spannende Musiker – am liebsten Pianisten – und ungewöhnliche Themen drehen. Außer für crescendo ist er als Autor für das Klaviermagazin PIANIST und die Berliner Morgenpost tätig.

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