Willkommen in der neuen Klassik-Woche,

heu­te mit der groß­ar­ti­gen Anna Netreb­ko in der Urhe­ber­fal­le und hof­fent­lich zum letz­ten Mal mit Nike Wag­ner und James Levi­ne – geschrie­ben natür­lich, wie immer in Bre­x­it-Moll.

 

WAS IST

Stink­sauer: Anna Netreb­ko muss­te ihr Video löschen.

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NETREBKO IN DER LEISTUNGSSCHUTZFALLE

Eines der groß­ar­tigs­ten Klas­sik-Vide­os war nur für weni­ge Stun­den auf dem Insta­gram-Account von Anna Netreb­ko zu sehen. Es zeig­te die Sän­ge­rin von der Sei­ten­büh­ne aus, als sie die letz­ten Töne des Male­di­zio­ne aus der Macht des Schick­sals in Lon­don sang, die Büh­ne ver­ließ und sich, noch voll­kom­men in Tran­ce, an die Wand lehn­te und von ihrer eige­nen Über­zeu­gungs­kraft erschöpft ein­fach nur dastand. Näher kann man der Oper nicht kom­men! Die­sem Hoch­leis­tungs­sport der Gefüh­le. Sol­che Vide­os begeis­tern, füh­ren uns hin­ter die Kulis­se. Aber nun hat Netreb­ko es gelöscht und durch eine hand­schrift­li­che Notiz ersetzt. Offen­sicht­lich in Rage und Wut – und mit ortho­gra­phi­schen Furor in „russ-eng­lisch“ geschrie­ben: „Unfor­tu­n­a­te­ly i had to deleed post with ‚Male­di­zio­ne‘… from back sta­ge, becau­se for 23 seconds you can hear orches­tra the­re, and rights of the orches­tra not let me do that … Sor­ry :-“ In einer Zeit, in der wir das Urhe­ber­recht debat­tie­ren, zeigt die­se – mit Ver­laub – Korin­thenk­a­cke­rei des ROH-Orches­ters die Absur­di­tät der Debat­te. Leu­te, die­ses Video ist bes­ser als jede offi­zi­el­le Opern-PR. Und wie soll das denn wei­ter­ge­hen? Irgend­wann wird sich die Netreb­ko in den Ver­trag schrei­ben las­sen, dass sie für jedes Bild mit sich auf der Büh­ne des Opern­hau­ses extra bezahlt wer­den muss. Und wem wäre damit gehol­fen? Egal ob Pio­tr Becza­la, Rober­to Alagna oder Ange­la Gheor­g­hiu – sie alle zei­gen uns in sozia­len Medi­en die Oper, wie wir sie sonst nie erle­ben: als Welt der Lei­den­schaft. Und damit soll nun Schluss sein, weil irgend­wel­che sat­ten Orches­ter­mu­si­ker die letz­ten Pen­nys zusam­men­krat­zen wol­len? Ich habe der Pres­se­spre­che­rin der Roy­al Ope­ra, Vicky King­ton, geschrie­ben und gefragt, wie viel das Orches­ter für die 23 Sekun­den ver­langt. Ich woll­te an die­ser Stel­le eine Crowd-Fun­ding-Akti­on star­ten, um das Video wie­der zugäng­lich zu machen. Die Ant­wort kam prompt: „Lie­ber Axel, auf Grund ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­run­gen mit der Orches­ter-Gewerk­schaft gibt es kei­ne Mög­lich­keit, die Rech­te abzu­tre­ten. Aber genie­ßen Sie doch ein­fach die Auf­füh­rung im Kino.“ What?!!! Ey, lie­be Roy­al Ope­ra, hier­mit erklä­re ich offi­zi­ell mei­nen vor­läu­fi­gen, per­sön­li­chen ROH­xit.

Um so lus­ti­ger, dass Pla­ci­do Dom­in­go der­weil auf sei­nem Insta­gram-Account in per­fek­tem Deutsch mit gro­ßer, blau­er Füll­fe­der­hal­ter-Unter­schrift im Sti­le einer Notar-Ver­ord­nung erklärt: „Gera­de für die klas­si­sche Musik ist es beson­ders wich­tig, dass die Künst­ler an den neu­en Mög­lich­kei­ten im Inter­net teil­ha­ben und davon pro­fi­tie­ren kön­nen. Die EU Copy­right-Richt­li­nie gibt uns die Chan­ce auf einen fai­ren Anteil an den Erlö­sen der Digi­tal­wirt­schaft. Ein wich­ti­ger Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung.“ Ja, Maes­tro, aber kön­nen wir uns wenigs­tens noch ein biss­chen lei­den­schaft­li­che Frei­heit bewah­ren und zumin­dest der so herr­lich unan­ge­pass­ten Opern-Netz-Pira­tin Anna Netreb­ko ein­fach alles auf Insta­gram erlau­ben? 

NIKE WAGNERS BEFREIUNGSSCHLAG

Die letz­ten Wochen haben wir immer wider über Nike Wag­ner und ihre Loya­li­tät zum Musik­pro­fes­sor Sieg­fried Mau­ser berich­tet, der wegen sexu­el­ler Über­grif­fe zu zwei Jah­ren und neun Mona­ten Gefäng­nis­stra­fe ver­ur­teilt wur­de. Nicht ohne Kri­tik: Weg­ge­fähr­tin­nen Wag­ners war­fen mir Unsach­lich­keit vor, schrie­ben wüten­de Brie­fe und kün­dig­ten den News­let­ter – sie  woll­ten nichts mehr über die Sache hören. Und eigent­lich hat­te ich sel­ber auch so lang­sam die Nase voll. Doch nun nahm Wag­ner in einem Gespräch mit Swant­je Karich in der Welt zum ers­ten Mal sel­ber Stel­lung (lei­der hin­ter der Bezahl­schran­ke). Sie sei mit Simo­ne de Beau­voir und Ali­ce Schwar­zer sozia­li­siert wor­den, hält Mau­ser mit sei­nem baye­ri­schen Akzent noch immer für einen „put­zi­gen Kon­trast“ in der Musik­welt. Nike Wag­ner räumt aber ein, dass sie „pri­mär aus sei­ner Per­spek­ti­ve von den Vor­gän­gen unter­rich­tet wur­de“. Mehr­mals betont sie, dass sie #MeToo für rich­tig und wich­tig hal­te, glaubt aber auch: „Wenn die Uto­pie der Geschlech­ter sich jetzt auf Cor­rec­t­ness ein­pen­delt, hal­te ich das für unzu­rei­chend. Es gibt doch auch eine ero­ti­sche Kom­pli­zen­schaft von Män­nern und Frau­en.“ Wag­ner sel­ber wür­de nicht mehr an Mau­ser fest­hal­ten, erklärt sie, aber er habe „kein Berufs­ver­bot bekom­men und soll­te sich bewäh­ren dür­fen“. Sie sel­ber sei nach dem öffent­li­chen Druck durch „Poli­tik und Spon­so­ren“ aller­dings zum Schluss gekom­men, sei­nen Auf­tritt beim Beet­ho­ven­fest abzu­sa­gen. Kei­ne Erklä­rung über die E‑Mail-Affä­re mit Moritz Eggert, kei­ne Erklä­rung ihrer Wor­te, dass Frau­en auch nicht immer unschul­dig sein – und wei­ter­hin irgend­wie ein Eier­tanz. Aber immer­hin der Ver­such, die eige­ne Per­spek­ti­ve zu erklä­ren. Lei­der gegen­über einer Jour­na­lis­tin, die dar­auf ver­zich­tet, die wesent­li­chen Fra­gen zu stel­len. 

ONANIEREN MIT JAMES LEVINE

Bewe­gung kommt auch in die Cau­sa James Levi­ne. In der NZZ fasst Micha­el Stall­knecht eine Repor­ta­ge des Bos­ton Glo­be zusam­men, in der es um den Kult geht, den Levi­ne in den 70ern um sich errich­tet hat: um Jün­ger des Diri­gen­ten, die ihm ihre Lust opfern, und um Pro­ben, deren Sinn es war, die eige­ne Sexua­li­tät zu kon­trol­lie­ren: „Man musi­zier­te des Nachts gemein­sam, aber laut dem Bericht ona­nier­te man auch gemein­sam.In New York gab es indes ers­te Gerichts­ur­tei­le. Rich­te­rin Andrea Mas­ley hat die meis­ten von James Levi­nes Kla­gen gegen die MET abge­wie­sen. Inten­dant Peter Gelb ist aus der Schuss­li­nie. Sein Satz, dass Levi­nes Ver­hal­ten „eine Tra­gö­die für jeden sei, der davon betrof­fen war“, ist dem­nach eben­so erlaubt wie zwei wei­te­re Äuße­run­gen der MET-Juris­te­rei gegen Levi­ne. Gegen einen Vor­wurf darf Levi­ne aller­dings wei­ter kla­gen. Die MET hat­te behaup­tet, „belast­ba­re Bewei­se für sexu­el­len Miss­brauch durch Levi­ne zu haben.“ Dar­über wird nun wohl in nächs­ter Instanz gestrit­ten. Sowohl die MET als auch Levi­ne zeig­ten sich mit dem ers­ten Urteil zufrie­den.   

Für die aktu­el­le Aus­ga­be des Cice­ro (lei­der nur im Print) habe ich ver­sucht, die Situa­ti­on der Klas­sik zu ord­nen. War­um kommt es zu so vie­len Über­grif­fen und Vor­wür­fen von Des­po­tie? Mei­ne The­sen: 1. Der absur­de Genie­kult des 19. Jahr­hun­derts treibt noch immer Blü­ten. 2. Der klas­si­schen Musik fehlt ein wirk­lich unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­mus. 3. Das poli­ti­sche Bewusst­sein für Stars ist grö­ßer als die Sor­ge um Macht­miss­brauch. 4. Die Klas­sik ist eine mikro­kos­mi­sche Nische, in der sich ein Eigen­le­ben wun­der­bar ent­wi­ckeln kann. Es gibt also viel zu tun und neu zu den­ken, wenn wir irgend­wann Mal in der Moder­ne ankom­men wol­len.


WAS WAR

Abschied von der Büh­ne: Edi­ta Gru­bero­va in Mün­chen.

KLASSIK IN BREXIT-MOLL

Bre­x­it oder nicht? Bei vie­len Orches­tern sorgt die­se Fra­ge für Ver­zweif­lung: Soll man noch Tour­ne­en nach Groß­bri­tan­ni­en pla­nen? Wie steht es um Pla­nungs­si­cher­heit und um die Kos­ten? Vie­le euro­päi­sche Orches­ter, unter ande­rem die Ton­künst­ler, wol­len zunächst auf Gast­spie­le auf der Insel ver­zich­ten. Jugend­or­ches­ter wie das European Uni­on Youth Orches­tra haben ihren Sitz nach Ita­li­en ver­la­gert, beim Cham­ber Orches­tra of Euro­pe besteht noch voll­kom­me­ne Unklar­heit. Wie Klas­sik-Künst­ler ganz per­sön­lich mit dem Bre­x­it umge­hen, hat Hans Acker­mann sehr lesens­wert im Tages­spie­gel auf­ge­schrie­ben. Der in Lon­don leben­de Bari­ton Ben­ja­min Appl berich­tet unter ande­rem von absur­den Situa­tio­nen: „Es gibt Kol­le­gen, die bud­deln, ob sie viel­leicht iri­schen Vor­fah­ren haben. Ande­re über­le­gen, eine Deut­sche zu hei­ra­ten, um irgend­wie einen euro­päi­schen Pass zu bekom­men. Man merkt wirk­lich, wie die Angst umgeht.“   

ZIMMERMANNS KLASSIK-DÄMMERUNG

So tabu­los wie von Tabea Zim­mer­mann in der nmz fällt sel­ten eine Abrech­nung mit dem Klas­sik-Betrieb aus. Die Vio­la-Spie­le­rin beklagt den Ver­fall der öko­no­mi­schen und poli­ti­schen Sit­ten im Betrieb: „Das Geschäft ist ein schmut­zi­ges gewor­den, ich sehe das bei eini­gen gro­ßen Fes­ti­vals, wobei ich da jetzt kei­ne Namen nen­nen will. (…) Was ich beob­ach­te: Man kann die Kar­rie­re ein Stück weit kau­fen, die Aus­zeich­nun­gen, Prei­se und sogar auch die Pres­se und Medi­en. Immer öfter wird die Klas­sik instru­men­ta­li­siert, um poli­tisch etwas zu errei­chen, zum Bei­spiel bei rus­si­schen Olig­ar­chen. Ich ach­te genau dar­auf, dass ich mich nicht ver­ein­nah­men las­se, aber das ist nicht immer leicht, da man aller­or­ten ein­ge­spannt wird für irgend­et­was. Wir Musi­ker müs­sen ins­ge­samt poli­ti­scher wer­den und kön­nen uns nicht nur in unse­rer Nische ein­rich­ten.

NEUSTRUKTURIERUNG DER DEUTSCHEN GRAMMOPHON

Es ist schon lus­tig, dass Klas­sik-Labels wie die Deut­sche Gram­mo­phon ihre Jah­res­be­rich­te nicht mehr mit Umsät­zen oder Ver­kaufs­zah­len ver­öf­fent­li­chen, son­dern sich dar­auf beschrän­ken, ihren Markt­an­teil gegen­über der Kon­kur­renz bekannt zu geben. Bei der DG lag er angeb­lich bei 29,3 Pro­zent, 11 Pro­zent mehr als der zweit­bes­te „Mit­be­wer­ber“. Eine Zahl, die so gut wie gar nichts aus­sagt. Hand­lungs­be­darf scheint den­noch zu bestehen, denn DG-Chef Cle­mens Traut­mann kün­digt eine grund­le­gen­de Umstruk­tu­rie­rung an: Kom­pe­tenz-Teams aus allen Berei­chen wer­den in Clus­tern um die The­men­fel­der Reper­toire-Clus­ter Clas­si­cal, Heri­ta­ge, New Reper­toire und Spe­cial Pro­jec­ts grup­piert. Schon jetzt dankt die DG ihren Mit­ar­bei­tern für die „Fle­xi­bi­li­tät“ – was auch immer das bedeu­tet.   

AKTUELLER THEATERDONNER

Jan Brach­mann fei­ert Ari­bert Rei­manns Oper Medea in Essen, beson­ders weil der Text Grill­par­zers end­lich ver­ständ­lich wur­de: „Sebas­ti­an Noack als Jason und Rai­ner Maria Röhr als Kre­on sin­gen bei­de mit erstaun­li­cher Ele­ganz.“ +++ Es dau­er­te etwas, bis Chris­tia­ne Tewin­kel den Sinn in der aktu­el­len Maerz­mu­sik gefun­den hat. Soll man im Kon­zert lie­ber lie­gen oder sit­zen? Am Ende ließ sie sich begeis­tern und lern­te die Maerz­mu­sik „gegen den Wider­stand ihres eige­nen Anspruchs ken­nen“. +++ Der Streik des Chi­ca­go Sym­pho­ny Orches­tra geht wei­ter: Ein Kon­zert in San Fran­cis­co wur­de abge­sagt, und die Musi­ker von der West­küs­te unter­stütz­ten die Kol­le­gen bei ihrer Demons­tra­ti­on. +++ Nach­dem die Stadt Hal­le sich bereits mit der Nicht-Ver­län­ge­rung von Flo­ri­an Lutz in die Kri­tik gebracht hat (wir haben berich­tet), tobt es nun auch am Neu­en Thea­ter in Hal­le: Im mdr erklärt Inten­dant Mat­thi­as Bren­ner, war­um Geschäfts­füh­rer Ste­fan Rosin­ski Mob­bing betrei­be und er sel­ber sei­nen Ver­trag unter den aktu­el­len Umstän­den nicht ver­län­gern will.   

PERSONALIEN DER WOCHE

Die Regens­bur­ger Dom­spat­zen (unlängst eben­falls im Zen­trum sexu­el­ler Anschul­di­gun­gen) haben mit Chris­ti­an Heiß einen neu­en Chef. Über die Benen­nung des Diri­gen­ten, der einst sel­ber Dom­spatz war und sich auf die Tra­di­ti­on der gro­ßen Chor­lei­ter vor ihm beru­fen will, dürf­te sich auch der Papst-Bru­der Georg Ratz­in­ger freu­en. Der hat­te näm­lich etwas dage­gen, dass die Stel­le für Män­ner und Frau­en aus­ge­schrie­ben wur­de: „Mei­ne ganz per­sön­li­che, viel­leicht alt­mo­di­sche Mei­nung ist die, vor so viel Buben und jun­gen Män­nern ist‘s doch bes­ser, wenn ein Mann dem Chor vor­steht.“ Amen. +++ Igor Levit wird mit 32 Jah­ren zum Pro­fes­sor für Kla­vier an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter in Han­no­ver. +++ Der Pia­nist Mur­ray Per­ahia muss­te sei­ne Nord­a­ma­ri­ka-Tour­nee aus erneu­ten gesund­heit­li­chen Rück­schlä­gen absa­gen – gute Bes­se­rung! +++  58 Minu­ten dau­er­te der letz­te Vor­hang bei ihrem letz­ten Auf­tritt in Mün­chen. Wür­dig, wie sich die Sän­ge­rin Edi­ta Gru­bero­va von ihrem Publi­kum ver­ab­schie­det hat. Am Ende reg­ne­te es rote Rosen. 


WAS LOHNT

Der israe­li­sche Jaz­zer Shai Maes­tro.

MEIN KÜNSTLER DER WOCHE

… ist die­ses Mal ein Jazz­mu­si­ker. Und ich muss zuge­ben, dass ich erst durch einen Arti­kel von Jurek Skro­ba­la im Spie­gel auf ihn gesto­ßen bin. Es geht um den israe­li­schen Pia­nis­ten Shai Maes­tro. Seit 10 Jah­ren lebt er in New York, schaut aber immer noch rüber, nach Isra­el. Frü­her klas­si­scher Kla­vier­un­ter­richt, dann eige­ne Impro­vi­sa­tio­nen und das Ber­klee Col­le­ge of Music in Bos­ton. Sei­ne Spiel-Metho­de nennt er Shit, thank you – es geht dar­um, Feh­ler zuzu­las­sen und sie wei­ter zu spin­nen, um Neu­es zu schaf­fen. Maes­tro the­ma­ti­siert tra­gi­sche Mas­sa­ker in Songs wie The Dream Thief oder poli­ti­sche Reden von Barak Oba­ma, selbst vor einem Kon­zert pro­tes­tie­ren­de Paläs­ti­nen­ser inte­griert er in sei­ne Musik. Unver­wech­sel­ba­rer, span­nen­der, bewe­gen­der, hör­ba­rer, und zuwei­len erschüt­tern­der Jazz. Unbe­dingt Mal rein­hö­ren. 

Sie fra­gen sich, war­um Lang Lang gera­de über­all prä­sent ist, nur nicht im News­let­ter? Weil sein neu­es Album sich nicht lohnt. 

Dann lesen Sie lie­ber das Inter­view, das mei­ne CRE­SCEN­DO-Kol­le­gin Vere­na Fischer-Zer­nin mit der Sän­ge­rin Anna Lucia Rich­ter geführt hat: Über ihr neu­es Album mit Schu­bert-Lie­dern.

Ver­söhn­lich für viel­rei­sen­de Musi­ker, die der­zeit unter der Deut­schen Bahn lei­den, ist die aktu­el­le Pop up Oper der Komi­schen Oper auf dem Haupt­bahn­hof der Haupt­stadt – mit einem Flash-Mob hat das Ensem­ble ein wenig Wer­bung für Paul Abra­ham gemacht: „Es ist so schön, am Abend bum­meln zu geh‘n“.

In die­sem Sin­ne: Thank the shit and stiff up your ears

Ihr

Axel Brüg­ge­mann
brueggemann@crescendo.de

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Axel Brüggemann
Axel Brüggemann glaubt, dass Musik das Leben verändern kann. Darüber hat er zunächst bei der WELT am SONNTAG geschrieben, bei der er auch Textchef war. Später schrieb er für die FAS und die Jüdische Allgemeine. Heute ist der ehemalige crescendo-Chefredakteur hauptsächlich fürs Fernsehen tätig: für arte, ZDF und SKY. Für seine Bayreuth-Moderationen wurde er für den Grimme-Preis nominiert. Brüggemanns Dokumentarfilme suchen stets nach dem Zusammenhang von Musik und Mensch.

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