Villa Concordia in Farben der Ukraine beleuchtet

News | 02.06.2022

Baye­ri­sche Sondersti­pen­dien für ukrai­ni­sche Künstler

von Redaktion Nachrichten

2. Juni 2022

Der Kompo­nist Valentin Silvestrov erhält ein Sondersti­pen­dium des Frei­staats Bayern. Er ist einer von zwölf geflüch­teten ukrai­ni­schen Künst­lern, die über fünf Monate mit monat­lich 1.500 Euro unter­stützt werden. „So lindern wir schnell und unkom­pli­ziert finan­zi­elle Nöte und setzen ein wich­tiges Zeichen der Soli­da­rität und Aner­ken­nung ihrer künst­le­ri­schen Arbeit“, sagte Kunst­mi­nister (CSU) am Donnerstag. Der 84-jährige Silvestrov ist Anfang März nach vier­tä­giger Flucht aus Kiew nach Berlin gekommen.

Villa Concordia in Farben der Ukraine

Villa Concordia in Farben der Ukraine

Die Stipen­diaten wurden vom Künst­ler­haus Villa Concordia des Frei­staats in Bamberg ausge­wählt. Die Förde­rung erhalten neben den Kompo­nisten Valentin Silvestrov und Oleksii Niko­laiev die Drama­ti­ke­rinnen Natalia Vorozhbyt und Anasta­siia Kosodii, die Schau­spie­lerin Maryna Klimova, die Graphic Nove­listin Dana Kave­lina, die Kultur­ma­nager Julia Ovtcha­renko und Bohan Diedushkin, die Über­set­zerin Lyud­mila Nor-Prochasko, die Autorinnen Kate­ryna Derys­heva und Rita Surz­henko sowie die Bildende Künst­lerin Lada Nakon­echna. Alle Künstler halten sich derzeit in Deutsch­land auf und sollen vom Künst­ler­haus in einer Doku­men­tar­film-Produk­tion portrai­tiert werden.

Die Villa Concordia lädt seit 1997 jähr­lich rund ein Dutzend Bildende Künstler, Lite­raten und Musiker aus Deutsch­land und einem anderen Land ein. Sie erhalten ein Stipen­dium und können über wahl­weise fünf oder elf Monate in dem Künst­ler­haus arbeiten. Die auslän­di­schen Künstler der vergan­genen Jahre kamen unter anderem aus England, Norwegen, Polen, Schott­land, Grie­chen­land, Litauen, Slowe­nien, Finn­land und in diesem Jahr aus Frank­reich. Die Stipen­dien an die ukrai­ni­schen Künstler werden zusätz­lich vergeben. Die Autorin Rita Surzenko äußerte stell­ver­tre­tend ihre Dank­bar­keit und betonte zugleich die Wich­tig­keit der Auszeich­nung für ihre Arbeit, nicht ihren Status als „Geflüch­tete“.

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Fotos: Villa Concordia