Saisonvorstellung Oper Frankfurt mit Intendant Bernd Loebe

News | 03.05.2022

Oper Frank­furt hofft auf Erho­lung nach Coro­na­zeit

von Redaktion Nachrichten

3. Mai 2022

Die Oper Frank­furt blickt mit Sorgen auf die finan­zi­ellen Folgen der Pandemie. „Wir können nur hoffen, dass Corona nicht vehe­ment zurück­kehrt“, sagte Inten­dant am Mitt­woch. An die Stadt Frank­furt appel­lierte er, dass sie zur Sanie­rung des Haus­halts „nicht die Städ­ti­schen Bühnen opfert“. Sein Haus habe für Monate nur vor 250 Besu­chern spielen dürfen. Nun wolle man während Corona verlo­renes Stamm­pu­blikum wieder zurück­ge­winnen. Die Zahl der Abon­nenten sei von 11.894 in der Spiel­zeit 201920 auf jetzt 7.640 zurück­ge­gangen.

Bernd Loebe

Bernd Loebe

Für seine 21. Frank­furter Saison plant Loebe elf Premieren, davon neun im Opern­haus und zwei in der Spiel­stätte Bocken­heimer Depot. Daneben sind 14 Wieder­auf­nahmen und acht Lieder­abende geplant.

Als Eröff­nungs­pre­miere der Spiel­zeit 202223 kommt im Oktober Mozarts „Die Zauber­flöte“ heraus. Die Insze­nie­rung des US-Ameri­ka­ners Ted Huffman folgt auf die seit 1998 insge­samt fünf­zehnmal wieder­auf­ge­nom­mene Deutung von . Im November folgt Wagners „Die Meis­ter­singer von Nürn­berg“, fast 30 Jahre nach der letzten Frank­furter Neuin­sze­nie­rung.

Ein schon 202021 geplantes Opern-Doppel mit Kurt Weills „Der Zar lässt sich foto­gra­fieren“ und Carl Orffs „Die Kluge“ wird im April im Opern­haus nach­ge­holt. Glei­ches gilt für einen Doppel­abend mit „The Prodigal Son“ in Kombi­na­tion mit „The Burning Fiery Furnace“ im Bocken­heimer Depot.

„Während wir die letzte Saison mit genießen, bestellen wir das Feld für den folgenden Gene­ral­mu­sik­di­rektor, für Thomas Guggeis“, erklärte Loebe. Der 1993 gebo­rene Guggeis ist seit 2020 Staats­ka­pell­meister an der Berliner Staats­oper Unter den Linden. In Frank­furt über­nimmt er die Nach­folge von Weigle (Jahr­gang 1961), der die GMD-Posi­tion seit 2008 innehat.

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Fotos: Barbara Aumüller