Staatsoper Unter den Linden Berlin

News | 08.11.2023

Berliner Opern und Orchester gegen Anti­se­mi­tismus

von Redaktion Nachrichten

8. November 2023

Die großen Orchester und Opern­häuser Berlins haben alle Berliner aufge­rufen, gegen Anti­se­mi­tismus und Hass einzu­stehen. „Auch in aufge­wühlten Zeiten müssen Kontro­versen gewalt­frei und mit Tole­ranz ausge­tragen werden“, hieß es in einem gemein­samen Schreiben, das die Staats­oper Unter den Linden am Mitt­woch verbrei­tete. „Diese Basis unseres gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts ist derzeit bedroht.“

Staatsoper Unter den Linden Berlin

Staats­oper Unter den Linden Berlin

Der Angriff der Hamas vor einem Monat sei Terror gewesen, „dessen Bruta­lität uns erschüt­tert und der durch nichts zu recht­fer­tigen ist“. In der Folge gebe es eine huma­ni­täre Kata­strophe im Nahen Osten, die zu einer Unzahl ziviler Opfer führe. „Ihnen allen, auf israe­li­scher wie auf paläs­ti­nen­si­scher Seite, gilt unser Mitge­fühl und unser Gedenken.“

Die Auswir­kungen dieser schreck­li­chen Situa­tion reichten bis nach Deutsch­land und Berlin. „Als Haupt­stadt Deutsch­lands und Heimat von renom­mierten Opern­häu­sern und Orches­tern ist Berlin welt­weit ein Symbol für Offen­heit, Frei­heit und Tole­ranz“, hieß es weiter. Es sei völlig inak­zep­tabel, dass Juden in der Stadt bedroht würden und auf Demons­tra­tionen die Auslö­schung Israels propa­giert werde. „Wir müssen Anti­se­mi­tismus in Berlin und Deutsch­land mit aller Entschlos­sen­heit entge­gen­treten.“ Alle trügen eine Mitver­ant­wor­tung für die Sicher­heit der jüdi­schen Mitbürger.

„Auch in der gegen­wär­tigen ange­spannten Lage dürfen wir uns nicht von Hass und Hetze leiten lassen. Wir alle können hierzu einen Beitrag leisten“, schrieben neben der Staats­oper die Deut­sche Oper und die Komi­sche Oper sowie die Berliner Phil­har­mo­niker, das Konzert­haus, das Deut­sche Symphonie-Orchester, das Rund­funk-Sinfo­nie­or­chester, der Rund­funk­chor und der RIAS Kammer­chor. Unter­zeichnet ist der Aufruf von den Inten­danten wie Andrea Zietz­schmann (Phil­har­mo­niker), Matthias Schulz (Staats­oper), Susanne Moser und Philip Bröking (Komi­sche Oper) sowie den Chef­di­ri­genten, darunter Joana Mall­witz (Konzert­haus) und Vladimir Jurowski (Rund­funk-Sinfo­nie­or­chester), und Gene­ral­mu­sik­di­rek­toren wie Sir Donald Runnicles (Deut­sche Oper).

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Fotos: Marcus Ebener