Teresa Berganza (1933-2022)

News | 13.05.2022

Opern­sän­gerin Teresa Berg­anza gestorben

von Redaktion Nachrichten

13. Mai 2022

Die Mezzo­so­pra­nistin ist tot. Sie starb am Freitag in Madrid, wie spani­schen Medien unter Beru­fung auf die Familie berich­teten. Die Sängerin wurde 89 Jahre alt. Auf Berg­anzas Wunsch werde es keine Toten­wache oder öffent­liche Beer­di­gung geben. „Ich bin auf die Welt gekommen und niemand hat es heraus­ge­funden, also will ich dasselbe, wenn ich gehe“, wurde die Künst­lerin zitiert.

Teresa Berganza (1933-2022)

Teresa Berg­anza (1933–2022)

Die 1933 gebo­rene Berg­anza studierte zunächst Klavier, Harmo­nie­lehre, Kammer­musik, Kompo­si­tion, Orgel und Violon­cello, entschied sich dann aber für den Gesang. Ihr offi­zi­elles Debüt gab sie Anfang 1957 bei einem Lieder­abend in Madrid. Im selben Jahr stand sie erst­mals auf der Opern­bühne, als Dora­bella in Mozarts „Così fan tutte“ beim Festival in Aix-en-Provence. 1959 trat sie an der Wiener Staats­oper und der Londoner Royal Festival Hall sauf, 1962 an der Lyric Opera in Chicago und in der New Yorker Carnegie Hall.

Zu Berg­anzas berühm­testen Partien zählte die Titel­rolle in Georges Bizets „Carmen“. Neben der Oper war sie eine ausge­zeich­nete Lied­sän­gerin und eine bedeu­tende Vertre­terin der Zarzuela, einer typisch spani­schen Gattung des Musik­thea­ters. 2018 wurde sie mit dem Inter­na­tional Opera Award für ihr Lebens­werk geehrt.

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Fotos: Carlos Carrion