Österreichischer Musiktheaterpreis, Statuette von Gmundner Keramik

News | 13.09.2022

Öster­rei­chi­scher Musik­thea­ter­preis 2022 verliehen

von Redaktion Nachrichten

13. September 2022

Beim Öster­rei­chi­schen Musik­thea­ter­preis 2022 sind die Wiener Staats­oper fünf Mal und das Theater an der Wien vier Mal ausge­zeichnet worden. Je zwei Ehrungen gingen am Dienstag an die Staats­opern-Insze­nie­rung von „Macbeth“ und „Der feurige Engel“ am Theater an der Wien. In der Verdi-Oper bril­lierten nach Ansicht der Jury Anna Netrebko als Lady Macbeth („Beste weib­liche Haupt­rolle“) und Freddie de Tommaso als Macduff („Beste männ­liche Neben­rolle“). Andrea Breths Insze­nie­rung von „Der feurige Engel“ wurde als „Beste Regie“ und als „Beste Gesamt­pro­duk­tion Oper“ ausge­zeichnet.

Österreichischer Musiktheaterpreis

Öster­rei­chi­scher Musik­thea­ter­preis

„Zum zehnten Mal blicken wir auf eine heraus­ra­gende Dichte an groß­ar­tigen Darbie­tungen und Produk­tionen, die gerade trotz der Einschrän­kungen durch die Pandemie die Menschen sowohl in den Spiel­stätten als auch in Medien begeis­tert hat“, erklärte der Präsi­dent des Musik­thea­ter­preises, Karl-Michael Ebner, zu der Verlei­hung in Grafenegg. „Die Zeiten werden nicht weniger turbu­lent: Erst­klas­sige Kultur, die verbindet und unsere Herzen beflü­gelt, ist die Konstante, auf die wir uns verlassen können“, betonte er.

Den Preis für die „Beste männ­liche Haupt­rolle“ erhielt Georg Zeppen­feld für seinen Gurnemanz in Wagners „Parsifal“ an der Wiener Staats­oper. Deren Musik­di­rektor Phil­ippe Jordan wurde für seine Saison in der Kate­gorie „Beste musi­ka­li­sche Leis­tung“ gewür­digt. Die Auszeich­nung als „Bester Nach­wuchs“ ging an Vera-Lotte Boecker als Micaela in Bizets „Carmen“, eben­falls am Haus am Ring.

Für ihr Lebens­werk wurde die öster­rei­chi­sche Sopra­nistin Gundula Jano­witz geehrt. Den Medien-Sonder­preis erhielt die letti­sche Mezzo­so­pra­nistin Elīna Garanča. Der Sonder­preis für „Inter­na­tio­nale Musik­thea­ter­pro­duk­tion“ ging an „Lucia di Lammer­moor“ am Opern­haus Zürich. Weitere Sonder­preise erhielten etwa die Wiener Sänger­knaben, das Tonkünstler-Orchester Nieder­ös­ter­reich und das Grafenegg Festival. Für ihre „Courage in Pande­mie­zeiten“ wurde die Initia­tive „Wir spielen für Öster­reich“ ausge­zeichnet, bei der die großen Kultur­in­sti­tu­tionen des Landes mit dem ORF-Fern­sehen während der Corona-Zeit mehr als 50 Produk­tionen auf die heimi­schen Bild­schirme über­tragen haben.

Der Öster­rei­chi­sche Musik­thea­ter­preis wird seit 2013 für heraus­ra­gende Leis­tungen in Oper, Operette, Musical und Ballett verliehen. Veran­stalter ist der Verein Art Projekt. Über die dies­jäh­rige Vergabe der Preise entschied eine Jury aus zehn Kultur­jour­na­listen unter dem Vorsitz von Heinz Sich­rovsky (ORF III) und Joachim Leitner (Tiroler Tages­zei­tung).

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Fotos: leisure communications / Christian Jobst