Opernhaus Zürich, Zuschauersaal

News | 14.12.2023

Oper Zürich nach Pandemie „zurück zur Norma­lität“

von Redaktion Nachrichten

14. Dezember 2023

Das Opernhaus Zürich hat in der Saison 2022/23 beinahe das Rekordniveau von vor der Corona-Pandemie erreicht, mit einer Auslastung von 89,2 Prozent. Die Verluste der drei Corona-Jahre wurden wieder ausgeglichen. Es wurden 24,5 Mio. Franken durch Vorstellungseinnahmen und 10,07 Mio. Franken durch Sponsoring eingenommen. Die Saison signalisierte "eine Rückkehr zur Normalität".

Das Opern­haus Zürich hat in der Saison 202223 eine Auslas­tung von 89,2 Prozent erreicht. Das entspreche beinahe wieder dem Rekord­ni­veau von vor der Corona-Pandemie, teilte das Haus am Donnerstag mit. Die 362 Vorstel­lungen erlebten 241.507 Besu­cher. Allein die Opern­sparte zog mit 161 Auffüh­rungen fast 147.000 Menschen an und war im Schnitt zu 87,5 Prozent ausge­lastet. Acht Produk­tionen kamen auf 99 Prozent Auslas­tung. Die fünf Vorstel­lungen von Tschai­kow­skis „Jewgeni Onegin“ waren ausver­kauft.

Opernhaus Zürich

Opern­haus Zürich

Im Ballett sahen 61.631 Besu­cher 62 Auffüh­rungen, die Auslas­tung lag bei 95,4 Prozent. Erfolg­reichste Produk­tion waren hier mit 99,4 Prozent Auslas­tung die acht Auffüh­rungen von „Anna Kare­nina“ von Ballett­di­rektor Chris­tian Spuck, der im Sommer als Inten­dant an das Staats­bal­lett Berlin wech­selte. Die 46 Ange­bote des Opern­hauses für Kinder und Fami­lien erlebten 14.808 Menschen (Auslas­tung: 97,0 Prozent).

Die Vorstel­lungs­ein­nahmen beliefen sich den Angaben zufolge auf 24,5 Millionen Franken (25,81 Millionen Euro). Durch Spon­so­ring erhielt das Haus 10,07 Millionen Franken (10,61 Millionen Euro). Eine Rück­stel­lung von 2,49 Millionen Franken (2,62 Millionen Euro) zur Abfe­de­rung der Pandemie-Nach­wir­kungen wurde zum Spiel­zei­tende voll­ständig aufge­löst. Dadurch weist das Opern­haus Zürich für das Geschäfts­jahr einen Gewinn von 954.569 Franken (1.005.437 Millionen Euro) aus. Zusam­men­ge­nommen wurden die Verluste der drei Corona-Jahre wieder ausge­gli­chen.

Die Saison 202223 habe nach der über­stan­denen Pandemie den Charakter einer „Rück­kehr zur Norma­lität“, hieß es. Wie bei allen Kultur­in­sti­tu­tionen in und außer­halb der Schweiz stelle sich jedoch die Frage, ob alles wieder so werden würde wie zuvor oder ob die drei Krisen­jahre grund­le­gende Verän­de­rungen nach sich ziehen würden.

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Fotos: Frank Blaser