Irene Schulte-Hillen (1948-2023)

News | 15.01.2023

Ehren­prä­si­dentin der Stif­tung Musik­leben gestorben

von Redaktion Nachrichten

15. Januar 2023

Die Deut­sche Stif­tung Musik­leben trauert um Irene Schulte-Hillen. Wie die DSM am Sonntag unter Beru­fung auf die Familie mitteilte, ist die lang­jäh­rige Präsi­dentin und Ehren­prä­si­dentin am Donnerstag nach schwerer Krank­heit in Hamburg gestorben. Sie wurde 74 Jahre alt. Im Dezember hatte Schulte-Hillen aus gesund­heit­li­chen Gründen die Präsi­dent­schaft abge­geben und war für ihre Verdiente zur Ehren­prä­si­dentin ernannt worden.

Irene Schulte-Hillen (1948-2023)

Irene Schulte-Hillen (1948–2023)

„Mit Irene Schulte-Hillen verliert das Musik­leben in Deutsch­land eine große Persön­lich­keit. Über drei Jahr­zehnte ist sie Kopf und Herz unserer Stif­tung gewesen“, erklärte der Kura­to­ri­ums­vor­sit­zende Manfred Lahn­stein. Ihren Einsatz für die Förde­rung hoch­be­gabter junger Musiker nannte er beispiel­ge­bend. Hunderte junger Menschen habe sie auf ihrem künst­le­ri­schen Weg begleitet, darunter Künstler wie Igor Levit, Corne­lius Meister, Nicolas Altstaedt, Vero­nika Eberle oder Viviane Hagner. „Sie wird uns unver­gessen und der Stif­tung Vorbild bleiben“, betonte Lahn­stein.

Schulte-Hillen hat 1992 den Deut­schen Musik­in­stru­men­ten­fonds mit heute mehr als 250 hoch­wer­tigen Streich­in­stru­menten initi­iert, die an talen­tierte Nach­wuchs­mu­siker ausge­liehen werden. Sie rief zahl­reiche Stipen­dien- und Paten­schafts­pro­gramme ins Leben. Auch die Koope­ra­tion mit dem Bundes­wett­be­werb „Jugend musi­ziert“ und dem Deut­schen Musik­wett­be­werb sowie die Förde­rung und Zusam­men­ar­beit mit dem Bundes­ju­gend­or­chester waren ihr wich­tige Projekte.

Die Deut­sche Stif­tung Musik­leben widmet sich seit 1962 der bundes­weiten Förde­rung des Spit­zen­nach­wuchses. Derzeit betreut sie rund 300 Stipen­diaten zwischen zwölf und 30 Jahren.

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Fotos: David Ausserhofer