Krystian Zimerman

News | 15.09.2022

Pianist Krys­tian Zimerman erhält „Praemium Impe­riale“

von Redaktion Nachrichten

15. September 2022

Der Pianist Krys­tian Zimerman wird mit dem „Praemium Impe­riale“ geehrt. Das teilte der Präsi­dent des Goethe-Insti­tuts und Reprä­sen­tant der Japan Art Asso­cia­tion, Klaus-Dieter Lehmann, am Donnerstag in Berlin mit. Die Auszeich­nung gilt als der welt­weit wich­tigste Kunst­preis und wird in den Sparten Malerei, Skulptur, Archi­tektur, Musik und Theater/​Film verliehen. Den dies­jäh­rigen Nach­wuchs­preis erhielt die deut­sche Kron­berg Academy.

Krystian Zimerman

Krys­tian Zimerman

Der 1956 im polni­schen Zabrze gebo­rene Zimerman gelte nicht zuletzt deshalb als einer der besten Pianisten unserer Zeit, „weil er seine tech­ni­sche Präzi­sion und Klar­heit mit einer beson­deren Frische und Origi­na­lität in der Inter­pre­ta­tion zu verbinden weiß und dadurch den künst­le­ri­schen Ausdruck im Klavier­spiel auf ein neues Niveau hebt“, hieß es in der Begrün­dung. Gemeinsam mit einigen der größten Diri­genten welt­weit, darunter Herbert von Karajan, Leonard Bern­stein, Seiji Ozawa und Sir Simon Rattle, habe er über viele Jahre hinweg außer­ge­wöhn­liche Inter­pre­ta­tionen berühmter Werke hervor­ge­bracht. Er ist außerdem Gründer des Polish Festival Orche­s­tras.

Die Kron­berg Academy mit Sitz im Taunus biete außer­ge­wöhn­lich begabten Nach­wuchs­mu­si­kern und Solisten aus der ganzen Welt in den Diszi­plinen Violine, Viola, Cello und Klavier eine hoch­ka­rä­tige Zusatz­aus­bil­dung und habe sich einen Namen als bedeu­tende kultu­relle Insti­tu­tion von inter­na­tio­naler Strahl­kraft gemacht. Der mit fünf Millionen Yen (rund 38.000 Euro) „Grant For Young Artists“ wurde an den Mitbe­gründer und Inten­danten der Akademie, Raimund Trenkler, über­reicht.

Weitere Preis­träger des Praemium Impe­riale sind der italie­ni­sche Maler Giulio Paolini, das japa­ni­sche Archi­tek­ten­büro Sanaa, der deut­sche Regis­seur Wim Wenders und der chine­si­sche Künstler Ai Weiwei in der Kate­gorie Skulptur. Die Auszeich­nungen sind mit jeweils 15 Millionen Yen (rund 110.000 Euro) dotiert. Sie werden im Oktober in Tokio durch das japa­ni­sche Kaiser­haus verliehen.

Die ausge­wählten Künstler ermög­lichten durch ihre krea­tiven Ausdrucks­formen auf höchstem Niveau einen inspi­rie­renden Perspek­tiv­wechsel, „schaffen Frei­räume für Neues und durch­bre­chen Isola­tion und Abschot­tung durch ihre Viel­falt und Offen­heit“, sagte Lehmann. Damit wirke Kunst mit ihren ästhe­ti­schen Kate­go­rien als poli­ti­sche und soziale Kraft. „Gerade in den heutigen krisen­haften Zeiten sind Kunst und Kultur der Schlüssel für einen Dialog und bilden eine wich­tige Grund­lage für mensch­li­ches Zusam­men­leben.“

Der 1988 begrün­dete Praemium Impe­riale wurde seit 1989 an 168 Künstler aus mehr als 30 Nationen verliehen.

© MH – Alle Rechte vorbe­halten.

Fotos: BartekBarczyk.Art