News | 15.11.2022

Staats­theater Wies­baden bekommt zwei Inten­dan­tinnen

von Redaktion Nachrichten

15. November 2022

Das Hessi­sche Staats­theater Wies­baden bekommt eine künst­le­ri­sche Doppel­spitze: „Mit Doro­thea Hart­mann und Beate Heine haben wir zwei starke Thea­ter­frauen für unser Staats­theater gewinnen können“, teilte Hessens Kunst­mi­nis­terin Angela Dorn (Grüne) am Dienstag mit. Die neuen Inten­dan­tinnen über­nehmen ab der Spiel­zeit 202425 die Nach­folge von Uwe-Eric Laufen­berg. Sie sollen zunächst einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten.

Dorothea Hartmann, Beate Heine

Doro­thea Hart­mann, Beate Heine

Hart­mann und Heine haben sich gegen rund 40 Mitbe­werber durch­ge­setzt. „Nicht nur ihr inno­va­tives künst­le­ri­sches Konzept mit einer ausge­prägten zeit­ge­nös­si­schen Hand­schrift, einem Bekenntnis zum Ensem­ble­theater und frischen Ideen für ein starkes Wirken in die Stadt haben uns über­zeugt“, erklärte Dorn.

Hart­mann gehört seit 2012 zum Leitungs­team der Deut­schen Oper Berlin, wo sie als Künst­le­ri­sche Leiterin und Geschäfts­füh­rerin der zweiten Spiel­stätte „Tisch­lerei“ eine Platt­form für neue Formen des Musik­thea­ters etabliert hat. Zuvor wirkte sie ab 2006 als Opern- und Konzert­dra­ma­turgin an der Staats­oper Hannover. Heine ist stell­ver­tre­tende Inten­dantin am Deut­schen Schau­spiel­haus Hamburg. Zuvor war sie in Leitungs­funk­tionen an verschie­denen Häusern tätig, darunter am Thalia Theater Hamburg, am Staats­theater Dresden und am Schau­spiel Köln.

Der jetzige Inten­dant Laufen­berg hatte im September vorigen Jahres seinen Rück­tritt zum Sommer 2024 erklärt. Er reagierte damit auf das Ausbleiben von Gesprä­chen über eine Verlän­ge­rung seines Vertrages. Kunst­mi­nis­terin Dorn entschul­digte sich später bei Laufen­berg, bei der Termi­nie­rung der Gespräche über das Vertrags­ver­hältnis sei ein Fehler unter­laufen. Der Inten­dant leitet das Haus seit 2014. Seine Nach­fol­ge­rinnen sollen sich im Dezember in Wies­baden der Presse vorstellen.

Das Hessi­sche Staats­theater Wies­baden wird zu 52 Prozent vom Land und zu 48 Prozent von der Stadt getragen.

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