Sir Simon Rattle, Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

News | 17.05.2023

Diri­gent Rattle früh verliebt ins BR-Sympho­nie­or­chester

von Redaktion Nachrichten

17. Mai 2023

Sir Simon Rattle wird im September Chefdirigent des Symphonieorchesters und des Chors des Bayerischen Rundfunks. Das Repertoire reicht von Haydn und Mozart über Mahler und Schönberg bis zu Uraufführungen von Werken wie Johannes Wiedenhofers. Der britische Dirigent soll für Offenheit, Kreativität und Vielfalt stehen und neue Zielgruppen ansprechen.

Sir Simon Rattle hat sich erst­mals als Teen­ager in das Sympho­nie­or­chester des Baye­ri­schen Rund­funks verliebt. „Damals hätte ich es mir nicht träumen lassen, dass ich einmal Chef­di­ri­gent des BRSO und des Chors des Baye­ri­schen Rund­funks sein würde“, sagte der 68-jährige am Mitt­woch in München bei der Vorstel­lung seiner ersten Spiel­zeit mit den beiden Ensem­bles.

PK Sir Simon Rattle

PK Sir Simon Rattle

Der lang­jäh­rige Chef­di­ri­gent der Berliner Phil­har­mo­niker, der zuletzt das London Symphony Orchestra leitete, über­nimmt im September die Nach­folge des 2019 verstor­benen Mariss Jansons. Mit Rattle gehe der BR in eine neue Ära, sagte Inten­dantin Katja Wilder­muth. Der Brite stehe für einen Geist der Offen­heit, der Krea­ti­vität und der Viel­falt inner­halb der klas­si­schen Musik­welt. „Und er steht, das ist dem BR und mir persön­lich beson­ders wichtig, auch für ein Hinein­wirken in die Gesell­schaft, für ein Sich-Öffnen der Klassik, für Brücken­bauen und neue Ziel­gruppen, für Educa­tion- und Nach­wuchs-Projekte“, betonte sie.

Musiker und Publikum können von Rattle die ganze Band­breite an Formaten erwarten, hieß es: vom regu­lären Abon­ne­ment­kon­zert über Fami­li­en­kon­zerte und Programme mit der Akademie des BRSO und dem Baye­ri­schen Landes­ju­gend­or­chester bis hin zu dem tradi­tio­nellen Open-Air-Konzert „Klassik am Odeons­platz“. Das Reper­toire erstrecke sich von Haydn und Mozart über Mahler, Janáček und Schön­bergs „Gurre-Lieder“ (als Jubi­lä­ums­kon­zert zum 75. Geburtstag des Orches­ters) bis zu Berio und Zuraj sowie Urauf­füh­rungen von Werken von Thomas Adés, Betsy Jolas und dem jungen baye­ri­schen Kompo­nisten Johannes Wieden­hofer. Auch baye­ri­sche Blas­musik will der neue Chef­di­ri­gent kennen­lernen. Zusammen mit dem BRSO und Ensem­bles aus ganz Bayern wird Rattle das Mitmach-Projekt „Sympho­ni­scher Hoagascht“ gestalten.

Rattle wird der sechste Chef­di­ri­gent in der Geschichte des BRSO nach Eugen Jochum, Rafael Kubelik, Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons.

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Fotos: BR / Vera Johannsen