Daniele Gatti am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden

News | 21.06.2022

Staats­ka­pelle Dresden: Gatti soll Chef­di­ri­gent werden

von Redaktion Nachrichten

21. Juni 2022

Die Säch­si­sche Staats­ka­pelle Dresden will künftig mit Daniele Gatti als Chef­di­ri­gent arbeiten. Die Musiker hätten ihren Vorstand und Sach­sens Kultur­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) gebeten, Verhand­lungen mit dem Italiener aufzu­nehmen, teilte das Orchester am Dienstag mit. Der Vertrag des jetzigen Chef­di­ri­genten Chris­tian Thie­le­mann endet im Juli 2024 nach dann zwölf Jahren.

Daniele Gatti

Daniele Gatti

Mit Gatti gewinne die Staats­ka­pelle „eine der renom­mier­testen Diri­gen­ten­per­sön­lich­keiten der Gegen­wart“, erklärte der Orches­ter­vor­stand. Die Musiker hätten sich für einen Diri­genten entschieden, „der aufgrund seiner enormen musi­ka­li­schen Erfah­rung und seiner Freude an einem viel­fäl­tigen Reper­toire maßgeb­liche Akzente in Oper und Konzert sowohl in Dresden als auch auf den inter­na­tio­nalen Podien setzen wird“, sagte die desi­gnierte Inten­dantin der Säch­si­schen Staats­oper, Nora Schmid.

Gatti gab im Februar 2000 seinen Einstand bei der Dresdner Staats­ka­pelle. Zuletzt stand er im November 2021 im Rahmen der Salz­burger „Oster­fest­spiele im Herbst“ am Pult des Orches­ters. Im Juli 2022 diri­giert er Mahlers 9. Symphonie in Dresden.

1961 in Mailand geboren, wo er auch studierte, ist Gatti heute Musik­di­rektor des Orchestra Mozart, Künst­le­ri­scher Berater des Mahler Chamber Orchestra und Chef­di­ri­gent des Teatro del Maggio Musi­cale Fioren­tino. Er war Musik­di­rektor des Teatro dell’Opera in Rom, Chef­di­ri­gent des Royal Concert­ge­bouw Orchestra in Amsterdam und zuvor in ähnli­cher Funk­tion bei Insti­tu­tionen wie der Acca­demia Nazio­nale di Santa Cecilia, dem Royal Phil­har­monic Orchestra, dem Orchestre national de France, dem Royal Opera House in London, dem Teatro Comu­nale di Bologna und dem Opern­haus Zürich tätig. Zudem arbeitet er regel­mäßig mit den Berliner Phil­har­mo­ni­kern, dem Sympho­nie­or­chester des Baye­ri­schen Rund­funks und dem Orchestra Filar­mo­nica della Scala.

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Fotos: Matthias Creutziger