Vitali Alekseenok, designierter Chefdirigent Deutsche Oper am Rhein

News | 22.06.2023

Vitali Alek­seenok wird Chef­di­ri­gent der Rhein­oper

von Redaktion Nachrichten

22. Juni 2023

Der 32-jährige Vitali Alekseenok wird neuer Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg. Sein Vertrag läuft über drei Jahre ab August 2023. Alekseenok studierte in St. Petersburg und Weimar und gewann 2021 den Arturo-Toscanini-Dirigentenwettbewerb in Parma.

Vitali Alek­seenok wird neuer Gene­ral­mu­sik­di­rektor der Deut­schen Oper am Rhein. Der 32-Jährige aus Belarus wurde am Donnerstag in Düssel­dorf als Nach­folger von Axel Kober vorge­stellt, der seinen Vertrag im Sommer 2024 nach dann 15 Spiel­zeiten auslaufen lässt.

Vitali Alekseenok

Vitali Alek­seenok

Alek­seenok hat erst­mals vor rund einem Jahr an der Rhein­oper diri­giert und wurde zur Spiel­zeit 202223 als Kapell­meister verpflichtet. Sein Vertrag läuft über drei Jahre. Ab August 2023 wird er zunächst als Erster Kapell­meister und Stell­ver­treter des schei­denden Gene­ral­mu­sik­di­rek­tors mit Kober zusam­men­ar­beiten.

Der 1991 in Wilejka/​Belarus gebo­rene Alek­seenok sei einer der inter­es­san­testen und begab­testen Diri­genten seiner Gene­ra­tion, sagte Gene­ral­inten­dant Chris­toph Meyer. Ihn enga­gieren zu können, sei ein Glücks­fall. „Damit ist das Team der musi­ka­li­schen Leitung an der Deut­schen Oper am Rhein bis zum Ende meiner Inten­danz im Sommer bestens aufge­stellt.“

Die Arbeit an der Rhein­oper mit ihren beiden Spiel­stätten in Düssel­dorf und Duis­burg biete ihm beson­dere Erfah­rungen und groß­ar­tige Entwick­lungs­mög­lich­keiten, erklärte Alek­seenok. „Ich fühle mich hier sehr wohl, im besten Sinne heraus­ge­for­dert und freue mich sehr darauf, mehr Verant­wor­tung zu über­nehmen.“

Nach seinen Studien in St. Peters­burg und Weimar besuchte Alek­seenok Meis­ter­kurse bei Bernard Haitink, Fabio Luisi und anderen. Von 2017 bis 2022 war er Diri­gent und Künst­le­ri­scher Leiter des Abaco-Orches­ters der Univer­sität München. 2021 gewann er den Arturo-Tosca­nini-Diri­gen­ten­wett­be­werb in Parma. Im selben Jahr leitete Alek­seenok die erste ukrai­ni­sche Auffüh­rung von Wagners „Tristan und Isolde“ an der Natio­nal­oper der Ukraine in Kyiv. Eben­falls 2021 wurde er zum Künst­le­ri­schen Leiter des ukrai­ni­schen Festi­vals Kharkiv Music Fest ernannt, bei dem er in diesem Jahr unter anderem das Abschluss­kon­zert leitet. In der laufenden Saison gab Alek­seenok sein Debüt am Teatro alla Scala in Mailand und gastierte unter anderem beim Bonner Beet­ho­ven­fest, beim Rossini-Festival in Pesaro und beim Klang­forum Wien.

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Fotos: Liliya Namisnyk