Alain Perroux, designierter Intendant des Grand Théâtre de Genève

News | 22.11.2023

Alain Perroux wird neuer Inten­dant am Genfer Opern­haus

von Redaktion Nachrichten

22. November 2023

Alain Perroux, Intendant der Opéra national du Rhin, wird ab der Saison 2026/27 das Grand Théâtre de Genève leiten. Er übernimmt die Position von Aviel Cahn, der zum Intendanten der Deutschen Oper Berlin berufen wurde. Perroux war bereits von 2001 bis 2009 am Grand Théâtre de Genève tätig.

Der Inten­dant der Opéra national du Rhin, Alain Perroux, wech­selt in glei­cher Posi­tion zum Grand Théâtre de Genève. Dort über­nimmt der gebür­tige Genfer ab der Saison 202627 die Nach­folge von Aviel Cahn, teilte der Stif­tungsrat am Mitt­woch mit. Cahn wurde zum 1. August 2026 als Inten­dant der Deut­schen Oper Berlin berufen.

Alain Perroux

Alain Perroux

Perroux war von 2001 bis 2009 als Drama­turg am Grand Théâtre de Genève tätig. „Mit seiner Kenntnis dieses Thea­ters, seiner Erfah­rung, die er an großen euro­päi­schen Opern­häu­sern gesam­melt hat, und seinem Wunsch, seine Leiden­schaft für die Opern­kunst mit anderen zu teilen, bin ich sicher, dass er künst­le­ri­sche Spit­zen­leis­tungen mit der Öffnung für alle Publi­kums­schichten verbinden wird“, erklärte Kultur­stadtrat Sami Kanaan.

Der 1971 gebo­rene Perroux studierte Chor­lei­tung und Gesang am Conser­va­toire supé­rieur de Genève sowie Geis­tes­wis­sen­schaften an der Univer­sität Genf (Musik­wis­sen­schaft und deut­sche Lite­ratur). Nach Tätig­keiten als Musik­kri­tiker kam er 2001 erst­mals ans Grand Théâtre de Genève. Zudem leitete er von 2003 bis 2011 die Opéra de Poche in Genf. Von 2009 bis 2020 wirkte er als künst­le­ri­scher Verwal­tungs­di­rektor und Drama­turg beim Festival von Aix-en-Provence. Seit Januar 2020 ist er Inten­dant der Opéra national du Rhin (Straß­burg, Mulhouse und Colmar).

Im Grand Théâtre de Genève habe er bereits im Alter von elf Jahren seine ersten Opern­auf­füh­rungen gesehen, sagte Perroux. Mit seiner inter­na­tional renom­mierten Qualität sei das Haus „eine ideale Insti­tu­tion, um die Leiden­schaft für Oper und Tanz einem möglichst breiten Publikum zu vermit­teln“.

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Fotos: Grand Théâtre de Genève / Carole Parodi