Festspielhaus Bayreuth, Zuschauerraum

News | 24.11.2023

Bayreu­ther Fest­spiele müssen sparen

von Redaktion Nachrichten

24. November 2023

Die Bayreuther Festspiele müssen Einsparungen durchführen, wobei alle Bereiche betroffen sind. Geplante Kürzungen beim Chor um 40% stießen auf Kritik. Dennoch erklärte die Festivalleitung, dass die zukünftige Chorstärke sich an anderen großen Opernhäusern orientiere.

Die Bayreu­ther Fest­spiele müssen Einspa­rungen vornehmen. Wegen gestie­gener Kosten und anste­hender Tarif­er­hö­hungen seien alle Abtei­lungen und Bereiche betroffen, teilte die Geschäfts­füh­rung am Freitag mit. Im Orchester habe man einver­nehm­liche Lösungen erzielt, die auch die hohe Qualität sicherten. Der Chor sei einge­laden, eben­falls konstruk­tive Lösungen im Einver­nehmen mit der Fest­spiel­lei­tung zu erar­beiten.

Festspielhaus Bayreuth, Zuschauerraum

Fest­spiel­haus Bayreuth, Zuschau­er­raum

Die Verei­ni­gung deut­scher Opern- und Tanz­ensem­bles (VdO) kriti­sierte eine geplante Verklei­ne­rung des Chores um 40 Prozent ab kommendem Jahr. „Gerade künst­le­ri­sche Gründe spre­chen gegen einen Stel­len­kahl­schlag“, hieß es. Der beson­dere Chor­klang könne mit nur noch 80 Mitglie­dern nicht in glei­chem Maße erzeugt werden.

„Die zukünf­tige Chor­stärke orien­tiert sich an der anderer großer Opern­häuser, wie zum Beispiel der Baye­ri­schen Staats­oper und den beiden Berliner Opern­häu­sern“, erklärte die Festi­val­lei­tung. Zudem werde das Ensemble wie in der Vergan­gen­heit durch einen Sonder­chor aus profes­sio­nellen Sängern aufge­stockt. Die Entschei­dung sei im Einver­nehmen mit den Gesell­schaf­tern der Fest­spiele getroffen worden.

Das von dem Kompo­nisten Richard Wagner (1813–1883) für seine Werke gegrün­dete Opern­fes­tival hat in diesem Jahr mehr als 58.000 Besu­cher ange­zogen. Die Gesamt­aus­las­tung aller 31 Vorstel­lungen lag den Angaben zufolge bei 97 Prozent.

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Fotos: Bayreuther Festspiele / Jörg Schulze