Kulturdezernentin Miriam Koch Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts, stellen Schumann-Haus Düsseldorf vor

News | 24.11.2023

Schu­mann-Museum Düssel­dorf vor Wieder­eröff­nung

von Redaktion Nachrichten

24. November 2023

Das Schumann-Museum in Düsseldorf wurde nach vierjähriger Renovierung wiedereröffnet. Es ehrt das Musikerpaar Clara und Robert Schumann. Auf 225 Quadratmetern werden rund 100 Exponate aus der Schumann-Sammlung der Stadt präsentiert. Durch moderne Ausstattung und Audiomedien soll den Besuchern ein Zugang zur Musik der Schumanns ermöglicht werden. Die Renovierung kostete 7,7 Mio. Euro.

Die denk­mal­ge­rechte Sanie­rung des Schu­mann-Museums in Düssel­dorf ist nach vier Jahren abge­schlossen. Anfang Dezember eröffnet es als Museum zu Ehren des Musi­ker­ehe­paars Clara und Robert Schu­mann. Durch die moderne Ausstat­tung und den einma­ligen Fundus an Expo­naten sei ein leben­diger Erin­ne­rungsort entstanden, „der Musik- und Geschichts­in­ter­es­sierte auch über die Düssel­dorfer Grenzen hinaus anziehen wird“, sagte Kultur­de­zer­nentin Miriam Koch am Freitag bei der Vorstel­lung der neuen Räum­lich­keiten.

Vorstellung Schumann-Haus Düsseldorf

Vorstel­lung Schu­mann-Haus Düssel­dorf

Das Haus in der Bilker Straße 15 war von 1852 bis 1854 Wohn­sitz der Schu­manns und ihrer sieben Kinder. Clara Schu­mann (1819–1896) war eine der bedeu­tendsten Pianis­tinnen ihrer Zeit, der städ­ti­sche Musik­di­rektor Robert Schu­mann (1810–1856) schuf fast ein Drittel seines kompo­si­to­ri­schen Gesamt­werks in Düssel­dorf.

Das Gebäude konnte in seiner histo­ri­schen Bausub­stanz erhalten werden. Auf 225 Quadrat­me­tern Ausstel­lungs­fläche werden zunächst rund 100 Expo­nate aus der rund 1.000 Objekte und Konvo­lute umfas­senden Schu­mann-Samm­lung der Stadt präsen­tiert. Man wolle die Musik­hand­schriften, Fami­lien- und Künst­ler­briefe sowie Erin­ne­rungs­stücke regel­mäßig austau­schen, um den Besu­chern immer wieder ein neues Muse­ums­er­lebnis zu bieten, hieß es. Es sollen fast ausschließ­lich Origi­nal­ex­po­nate gezeigt werden.

Durch die Einbin­dung von Audio­me­dien wolle man auch noten­un­kun­digem Publikum den Einstieg erleich­tern und eine sinn­lich erfahr­bare Annä­he­rung an die Musik der Schu­manns bieten. Digi­tale Vermitt­lungs­ele­mente der Ausstel­lung richten sich aber auch an Schu­mann-Kenner. Auf einer Chai­se­longue können medial beispiels­weise unter­schied­liche künst­le­ri­sche Inter­pre­ta­tionen von Robert Schu­manns Violin­so­naten vergli­chen werden.

Die 2018 begon­nene Sanie­rung und Erwei­te­rung des histo­ri­schen Gebäudes in der Altstadt hatte sich durch Beschaf­fungs­schwie­rig­keiten und die Coro­na­pan­demie verzö­gert. Die Kosten stiegen auf 7,7 Millionen Euro, wozu Stif­tungen und enga­gierte Bürger zusammen 1,61 Millionen Euro beigetragen haben.

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Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer