Spielzeit-PK Tonhalle Düsseldorf, v.l.n.r.: Dramaturg Uwe Sommer-Sorgente, "Artist in Residence" Alexej Gerassimez, Intendant Michael Becker

News | 25.05.2023

Tonhalle Düssel­dorf zurück in der Gewinn­zone

von Redaktion Nachrichten

25. Mai 2023

Die Tonhalle Düsseldorf erwartet für die Saison 2022/23 eine Rückkehr in die Gewinnzone und hat zahlreiche Abonnenten behalten und neue Gäste gewonnen. Zudem wird ein neues Projekt namens "Green Monday" vorgestellt, um die Klimabilanz zu verbessern.

Die Tonhalle Düssel­dorf erwartet für die Saison 202223 eine Rück­kehr in die Gewinn­zone. In wirt­schaft­li­cher Hinsicht könne das Haus fast schon wieder an die Bilanzen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie anknüpfen, sagte Inten­dant Michael Becker am Donnerstag. Zahl­reiche Abon­nenten hätten der Tonhalle die Treue gehalten, neue Gäste seien hinzu­ge­kommen.

Spielzeit-PK Tonhalle Düsseldorf

Spiel­zeit-PK Tonhalle Düssel­dorf

In der laufenden Spiel­zeit wurden den Angaben zufolge 5.113 Abon­ne­ments abge­schlossen. Das bedeute eine Stei­ge­rung um 16 Prozent gegen­über der Vorsaison und liege nur noch neun Prozent unter den 5.618 Abon­ne­ments von 201920. Zur Umsatz­stei­ge­rung trügen auch ein erstarkter Verkauf von Einzel­ti­ckets und das Vermie­tungs­ge­schäft bei.

Zum Beginn der Saison 202324 wech­selt Geschäfts­führer Torger Nelson nach fünf Jahren an die Wupper­taler Bühnen und Sinfo­nie­or­chester GmbH. Sein Nach­folger in Düssel­dorf wird Burk­hard Scheuer, der aktuell noch bei MDR Klassik in Leipzig tätig ist.

„Artist in Resi­dence“ der kommenden Spiel­zeit wird Alexej Geras­simez. Der Schlag­zeuger ist in der Tonhalle in sechs Konzerten zu erleben, von großen sympho­ni­schen Werken über Kammer­musik mit seinem Bruder, dem Pianisten Nicolai Geras­simez, bis zur Auffüh­rung seiner eigenen Kompo­si­tion „Das Land“ gemeinsam mit dem Chor­werk Ruhr.

Wie ein Konzert­haus seine Klima­bi­lanz verbes­sern kann, soll ein neues Projekt unter dem Titel „Green Monday“ zeigen. Die Sympho­nie­kon­zerte der Düssel­dorfer Sympho­niker am Montag­abend werden sich verschie­denen Nach­hal­tig­keits­themen rund um den Konzert­be­such widmen – von der Anreise über die Beleuch­tung und den Wasser­ver­brauch bis zum Cate­ring. Dabei könne das Publikum entscheiden, welche Maßnahmen sich bewähren und welche nicht. Vor Beginn der „Green Monday“-Konzerte soll jeweils ein kurzes Stück urauf­ge­führt werden, das zwölf inter­na­tio­nale Kompo­nisten zu einzelnen Umwelt-Aspekten geschrieben haben.

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Fotos: Susanne Diesner