Anna Netrebko in

News | 26.08.2022

Anna Netrebko springt an Wiener Staats­oper ein

von Redaktion Nachrichten

26. August 2022

Die Wiener Staats­oper muss zu Saison­be­ginn ihren Spiel­plan ändern. Anstelle der Wieder­auf­nahme von Jacques Fromental Halévys „La Juive“ werden im September Giacomo Puccinis „La Bohème“ und Georges Bizets „Carmen“ gezeigt, teilte das Haus am Ring am Freitag mit. Grund für die Programm­än­de­rung ist, dass Sonya Yoncheva und Roberto Alagna ihre Auftritte in „La Juive“ krank­heits­be­dingt abge­sagt haben.

Anna Netrebko in "La Bohème"

Anna Netrebko in „La Bohème“

In „La Bohème“ über­nimmt Anna Netrebko an drei Abenden die Rolle der Mimi. Nach dem Angriff Russ­lands auf die Ukraine waren Auftritte der russisch-öster­rei­chi­schen Sopra­nistin abge­sagt worden. Opern­häuser begrün­deten dies mit Netrebkos unzu­rei­chender Distan­zie­rung von dem Krieg. Darauf zog die Sopra­nistin sich vorüber­ge­hend von der Bühne zurück.

Den Rodolfo in „La Bohème“ singt Vittorio Grigolo. Der in „La Juive“ als Kardinal Brogni besetzte Günther Groissböck verkör­pert Colline, George Petean den Marcello. Die Eudoxie der „Juive“-Serie, Nina Minasyan, singt die Musetta. Am Diri­gen­ten­pult steht Bert­rand de Billy, der die „Juive“-Wiederaufnahme geleitet hätte.

„Die Juive ist eine beson­ders wich­tige Produk­tion im Reper­toire der Staats­oper, aber auch ein beson­ders anspruchs­volles und selten gespieltes Werk“, sagte Direktor Bogdan Roščić. „Es war darum unmög­lich, unmit­telbar vor Proben­be­ginn eine so weit­rei­chende Umbe­set­zung vorzu­nehmen.“ Umso dank­barer sei er den nun auftre­tenden Künst­lern für ihre Flexi­bi­lität und ihre Bereit­schaft, trotz vieler Termin-Kolli­sionen diese Spiel­plan­än­de­rung zu ermög­li­chen.

© MH – Alle Rechte vorbe­halten.

Fotos: Wiener Staatsoper / Barbara Zeininger