Ulrike Anton, neue Direktorin Arnold-Schönberg-Center Wien

News | 28.02.2023

Schön­berg-Center Wien: Ulrike Anton neue Direk­torin

von Redaktion Nachrichten

28. Februar 2023

Ulrike Anton wird neue Direktorin des Arnold-Schönberg-Centers in Wien. Als Künstlerin, Wissenschaftlerin und Managerin überzeugte sie. Das Center ist Bewahrungsort des Nachlasses von Arnold Schönberg und ein öffentliches Kulturzentrum.

Ulrike Anton wird neue Direk­torin des Arnold-Schön­berg-Centers in Wien. Die Musik­wis­sen­schaft­lerin über­nimmt am 1. März die Nach­folge von Ange­lika Möser, die im September 2022 als künst­le­ri­sche Leiterin zum Rund­funk-Sinfo­nie­or­chester Wien gewech­selt ist, sagte eine Spre­cherin am Dienstag. Zwischen­zeit­lich wurde die Einrich­tung von Therese Muxe­neder und Karin Nemec geleitet.

Ulrike Anton

Ulrike Anton

Anton habe durch ihre erfolg­rei­chen Tätig­keiten als Künst­lerin, Wissen­schaft­lerin und Mana­gerin über­zeugt. Sie fungierte zuletzt als stell­ver­tre­tende Leiterin des Exil­arte Zentrum der Univer­sität für Musik und darstel­lende Kunst Wien (mdw), wo sie auch für das Fund­rai­sing tätig war. Als Flötistin zählt Anton zu den führenden Inter­preten von Werken jener Kompo­nisten, die während des Natio­nal­so­zia­lismus verfolgt, ins Exil gezwungen oder ermordet wurden. „Sie verfügt über einen viel­fäl­tigen Erfah­rungs­schatz und heraus­ra­gende Exper­tise insbe­son­dere im Bereich der Musik des 20. Jahr­hun­derts“, würdigte mdw-Rektorin Ulrike Sych.

Mit Anton habe man die ideale Kandi­datin gefunden, erklärte Nuria Schoen­berg Nono, Tochter des Kompo­nisten Arnold Schön­berg (1874–1951) und Präsi­dentin der Arnold Schön­berg Center Privat­stif­tung. Für das Jubi­lä­ums­jahr zum 150. Geburtstag ihres Vaters wolle man verstärkt inter­na­tional Impulse setzen, die auch nach­hal­tige Wirkung zeigen.

Das Schön­berg-Center ist seit 1998 der Bewah­rungsort des Nach­lasses von Arnold Schön­berg und ein öffent­li­ches Kultur­zen­trum. Die Einrich­tung wird jedes Jahr von der Stadt Wien als Stif­terin unter­stützt, heuer beträgt die Förde­rung 1,3 Millionen Euro.

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Fotos: Julia Wesely