Anna Bonitatibus

News | 29.11.2022

Mezzo­so­pra­nistin Boni­ta­tibus erhält Händel-Preis Halle

von Redaktion Nachrichten

29. November 2022

Die italie­ni­sche Mezzo­so­pra­nistin Anna Boni­ta­tibus erhält 2023 den Händel-Preis der Stadt Halle. Damit würdige man „ihre gren­zen­lose Begeis­te­rung, mit der sie seit Jahren Händels Musik inter­pre­tiert sowie ihren leiden­schaft­li­chen Einsatz, der zur Auffüh­rung auch weniger bekannter Werke führt“, teilte die Stif­tung Händel-Haus am Dienstag mit. Der undo­tierte Ehren­preis Preis wird der Sängerin im Rahmen der Händel-Fest­spiele verliehen.

Anna Bonitatibus

Anna Boni­ta­tibus

Eröffnet wird das Festival am 26. Mai 2023 mit der Oper „Serse“. Zu Beginn der Première singt Boni­ta­tibus die berühmte erste Arie „Ombra mai fu“. Bis zum 11. Juni sind 70 Haupt- und zahl­reiche Begleit­ver­an­stal­tungen an 17 Auffüh­rungs­orten in und um Halle (Saale) geplant. Zu dem Programm unter dem Motto „Die Oper: Streit um Dideldum und Dideldi“ zählen sechs Opern, zwei Orato­rien sowie Konzerte und eine inter­na­tio­nale wissen­schaft­liche Konfe­renz.

Das Festival könne nahtlos an die Jubi­lä­ums­aus­gabe zum 100-jährigen Bestehen 2022 anknüpfen, sagte Inten­dant Clemens Birn­baum. „Dabei haben wir das Musik­thea­ter­schaffen Händels in den Vorder­grund gerückt. Wir möchten daran erin­nern, dass der Kompo­nist in London wieder­holt Schwie­rig­keiten hatte und reagieren musste, damit seine italie­ni­schen Opern vom Publikum erfolg­reich ange­nommen wurden.“

Neben dem Händel­fest­spiel­or­chester und der Staats­ka­pelle Halle gastieren renom­mierte Ensem­bles aus ganz Europa, darunter Modo Antiquo aus Florenz, die Brüs­seler The New Baroque Times, das Krakauer Ensemble Capella Craco­vi­ensis, das Concerto Köln und die Berliner Lautten Compa­gney. Als Solisten erwartet das Festival etwa die Sopra­nis­tinnen Anna Prohaska und Julia Lezhneva, den Tenor Julian Prégar­dien und den Bariton Sergio Foresti. Am Diri­gen­ten­pult sind unter anderem Jana Semerá­dová und Wolf­gang Katschner zu erleben.

Der Kompo­nist Georg Fried­rich Händel (1685–1759) wurde in Halle geboren. Den Groß­teil seines Lebens verbrachte er in London, wo er auch starb. Nach Halle kommen jähr­lich Tausende Menschen aus dem In- und Ausland eigens wegen seiner Musik. Mit einer Neupro­duk­tion von „Orlando“ 1922 beim ersten „Halli­schen Händel­fest“ begann die Renais­sance der Händel-Opern. Bis 2018 wurden bei den heutigen Händel-Fest­spielen alle 42 Opern­werke Händels in seiner Heimat­stadt aufge­führt. Damit war Halle die erste Stadt der Welt, in der alle Händel-Opern insze­niert wurden.

© MH – Alle Rechte vorbe­halten.

Fotos: Frank Bonitatibus