Kubis­ti­scher Kor­pus, sechs Darm­sai­ten und zupf­ba­re Reso­nanz­sai­ten aus Metall: Das Bary­ton (Vio­la di bar­do­ne) klingt ein wenig wie eine Gam­be, aber auch ober­ton­reich, als wür­de eine Glas­har­mo­ni­ka mit­klin­gen.

Maddalena Del Gobbo (© Nikolaj Lund)
ANZEIGE



Weil Fürst Niko­laus Ester­házy das Instru­ment lieb­te, gibt es 123 Tri­os für Bary­ton, Brat­sche und Cel­lo von sei­nem Kapell­meis­ter Joseph Haydn. Mad­da­le­na del Gob­bo spielt mit Robert Bau­erstat­ter und David Pen­netz­dor­fer vir­tu­os Nr. 27 und 113, aber auch eine ori­gi­nel­le Sui­te mit Fuge (Nr. 97), das Drit­te Diver­ti­men­to für die glei­che Beset­zung von Andre­as Lidl und ein C‑Dur-Trio von Toma­si­ni, bei­de Mit­glie­der der Ester­házy­schen Hof­ka­pel­le. Das jeweils eröff­nen­de Ada­gio bringt den eigen­tüm­li­chen Klang des Instru­ments beson­ders zur Gel­tung; einen span­nen­den Ver­gleich erlaubt Franz Xaver Ham­mers musi­kan­ti­sche A‑Dur-Sona­te für Gam­be und Cem­ba­lo. Jetzt fehl­te eigent­lich nur noch ein Stück für Arpeg­gio­ne!  

Mad­da­le­na and the Prince“, Mad­da­le­na del Gob­bo, Robert Bau­erstat­ter, David Pen­netz­dor­fer, Ewald Don­hof­fer (DG)

www.amazon.de

Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here