Offenbarung

Oberon Trio

Das Obe­ron Trio wid­met sich Kom­po­si­tio­nen von Joseph Haydn, Robert Schu­mann, Toshio Hos­o­ka­wa und Aaron Cop­land.

Das Prin­zip ist uralt: Gegen­sät­ze, Dua­li­tät, Kon­tras­te. Wie man es auch immer nennt, die Kom­bi­na­ti­on von Alt und Neu, von Dur und Moll oder Tonal und Ato­nal ist im Grun­de genom­men nichts Neu­es. Doch sel­ten gelingt sie so erfri­schend und über­zeu­gend wie dem Obe­ron Trio auf die­sem Album.

Durchdacht konzipiert

Das Obe­ron Trio kom­bi­niert Kla­vier­tri­os von Haydn und Schu­mann mit Hos­o­ka­wa und Cop­land. Die Gegen­sät­ze sind evi­dent, die Gemein­sam­kei­ten aber auch, zumal wenn das Pro­gramm so durch­dacht und intel­li­gent kon­zi­piert wur­de wie hier.

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Leis­tet Meis­ter­li­ches: das Obe­ron Trio
(Foto: © Neda Navaee)

Über allem steht aber die musi­ka­li­sche Qua­li­tät die­ser Ein­spie­lung, und auch hier leis­ten die drei Obe­rons Meis­ter­li­ches. Haydn und Schu­mann klin­gen frisch wie am ers­ten Tag, Hos­o­ka­was spi­ri­tu­el­le Dimen­si­on ist gera­de­zu eine Offen­ba­rung, und Cop­land strin­gen­tes Dop­pel­spiel mit Zwi­schen­tö­nen gelingt gran­di­os. Eine her­aus­ra­gen­de Ein­spie­lung!

Joseph Haydn, Robert Schu­mann, Toshio Hos­o­ka­wa, Aaron Cop­land: „Dua­li­ty”, Obe­ron Trio (Cavi)
Zu bezie­hen u.a. bei: www.jpc.de
Und anzu­hö­ren in der NML

Als Dank, dass Sie auch ange­sichts der Coro­na-Kri­se an die Musik glau­ben, kön­nen Sie die­ses Album bis Ende Mai 2020 kos­ten­frei in der NML hören. Regis­trie­ren Sie sich unter: crescendo.de

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Guido Krawinkel
Guido Krawinkel schreibt über alles, was mit Musik zu tun hat. Dem Studium der Musikwissenschaften in Bonn folgten Tätigkeiten in der Tonträgerbranche, beim Radio und im Verlagswesen sowie eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker. Als freier Journalist arbeitet Guido Krawinkel für Zeitungen, Zeitschriften und Konzerthäuser, schreibt Rezensionen, CD-Booklets und Programmeinführungen und ist Mitglied in der Jury des Preises der Deutschen Schallplattenkritik. Der begeisterte Chorsänger hält es mit Loriot: Ein Leben ohne Chor ist möglich, aber sinnlos.

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