Die Oper Frankfurt verschiebt die für November 2020 geplante Premiere von Alexander Zemlinskys „Der Traumgörge“ auf eine der kommenden Spielzeiten. Stattdessen werde „Le vin herbé (Der Zaubertrank“) von Frank Martin inszeniert, teilte das Haus am Mittwoch mit. Das Produktionsteam mit den Dirigenten Markus Poschner und Nikolais Petersen sowie Regisseur Tilmann Köhler bleibe das selbe.

Oper Frankfurt

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Intendant Bernd Loebe habe das Weltliche Oratorium (1938/1941) für Singstimmen, sieben Streicher und Klavier ursprünglich für einen bisher unbestimmten späteren Termin vorgesehen. Nun werde die Realisierung vorgezogen, hieß es.

Wegen der Corona-Pandemie hatte das Haus bereits die geplante Eröffnungspremiere von György Ligetis „Le Grand Macabre“ in die Saison 2023/24 verschoben. Stattdessen kam Gian Carlo Menottis „The Medium“, das im vorigen Sommer auf der kleinen Bühne im Bockenheimer Depot seine Deutsche Erstaufführung feierte, erstmals ins Opernhaus. Auch Jacques Offenbachs „Die Banditen“ wurde für Oktober 2020 abgesagt und soll in einer späteren Spielzeit auf die Bühne kommen. Aktuell können in der Oper Frankfurt nur 390 rund 1.360 Plätze belegt werden.

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