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Die Oper im Steinbruch St. Margarethen zeigt im kommenden Jahr Giuseppe Verdis „Nabucco“. Am Donnerstag wurde das Leitungsteam der Neuinszenierung vorgestellt. Regie führt Francisco Negrin, der den Steinbruch selbst zum Protagonisten des Geschehens machen will. „Das Stück handelt von einer dekadenten Gesellschaft, die Mensch und Natur zerstört“, sagte der Spanier. „Der Steinbruch selbst ist natürlich von sich aus Teil der Natur, er ist ein Produkt der Natur.“ Das Bühnenbild gestaltet der Grieche Thanassis Demiris, Kostümbildner ist Negrins Landsmann Pepe Corzo.

Leitungsteam von "Nabucco", Oper im Steinbruch 2022

Leitungsteam von „Nabucco“,
Oper im Steinbruch 2022

Die musikalische Leitung übernimmt der italienische Dirigent Alvise Casellati, der „Nabucco“ im vorigen Jahr am Mariinsky Theater in St. Petersburg geleitet hat. Die Titelpartie wird von dem amerikanischen Bariton Lucas Meachem verkörpert, alternierend mit Aris Argiris und Leo An. Als Nabuccos Tochter Fenena sind die slowenische Mezzosopranistin Monika Bohinec beziehungsweise Marie Luise Dreßen aus Deutschland zu erleben. Für die Rolle der Abigaille wurden die Sopranistinnen Evgenia Muraveva, Ewa Plonka und Astrik Khanamiryan verpflichtet. Den Ismaele singen die Tenöre Jinxu Xiaohu und Carlos Osuna.

Mit „Nabucco“ wurde das Open-Air-Opern-Festival in St. Margarethen 1996 eröffnet. Zuletzt war es dort 2007 zu sehen. In diesem Sommer zeigte die Oper im Streichbruch Giacomo Puccinis „Turandort“. Die 16 Vorstellungen erlebten den Angaben zufolge rund 54.500 Besucher.

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