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Das Opernhaus Zürich hat eine geteilte Bilanz der Saison 2019/20 gezogen. In der ersten Hälfte bis zum Beginn der Corona-Pandemie habe man Rekordzahlen verzeichnet, teilte das Haus am Mittwoch mit. Ab 13. März konnte das geplante Programm nicht mehr gezeigt werden. Im Juli wurde ein kleines Ersatzprogramm angeboten.

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich

In der verkürzten Saison präsentierte das Opernhaus insgesamt 199 Vorstellungen (2018/19: 337), die von 140.569 Zuschauern (Vorjahr: 243.021) besucht wurden. Die Auslastung auf der Hauptbühne stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 91,0 Prozent. In der Sparte Oper wuchs sie gegenüber dem Vorjahr von 90,2 Prozent auf 91,0 Prozent. Die Philharmonischen Konzerte kamen auf 90,0 Prozent (2018/19: 88,5) und die Liederabende auf 70,1 Prozent (Vorjahr: 66,8): Das Ballett Zürich konnte seinen Wert von 98,0 Prozent halten.

Wegen der Corona-bedingten Vorstellungsabsagen sanken die Ticketeinnahmen gegenüber dem Vorjahr von knapp 26 Millionen Franken (rund 24 Millionen Euro) auf 15 Millionen Franken (knapp 14 Millionen Euro). Durch Sponsoring und Spenden erhielt das Haus 9,4 Millionen Franken (8,7 Millionen Euro), das seien vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Während des ersten Lockdowns von Mitte März bis Anfang Juli befand sich das Opernhaus weitgehend in Kurzarbeit. Die Arbeitslosenkasse zahlte dafür vier Millionen Franken (3,7 Millionen Euro). Zur Absicherung drohender Verluste wegen der anhaltenden Corona-Krise musste eine Rückstellung in Höhe von 5,5 Millionen Franken (5,1 Millionen Euro) gebildet werden. Als Folge davon weist das Opernhaus Zürich für 2019/20 einen Verlust von 166.641,50 Franken (154.826,62 Euro) aus, im Vorjahr hatte es 46.422.600 Franken (43.131.238 Euro) Gewinn erzielt.

Die beispiellose Situation, in der sich die globale Kulturlandschaft seit März 2020 befindet, hinterlässt natürlich auch im Geschäftsabschluss der Opernhaus Zürich AG für die Spielzeit 2019/20 ihre Spuren“, erklärte Verwaltungsratspräsident Markus Notter. Dank der Einnahmen aus der ersten Saisonhälfte sowie durch Sparmaßnahmen und Kurzarbeit sei man gut durch die Schließung im Frühjahr gekommen. Der zweite Lockdown in der laufenden Saison habe wiederum weitreichende Folgen auf das Opernhaus und stelle eine noch größere Herausforderung dar.

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