Mit einer digi­ta­len Opern­ga­la ruft die Deut­sche AIDS-Stif­tung zu Spen­den auf.

Am 9. Mai 2020 gibt es in Zusam­men­ar­beit mit dem Medi­en­part­ner Deut­sche Wel­le die „Opern­ga­la digi­tal – Best of – Musi­ka­li­sche High­lights aus dem Opern­haus Bonn“ zu sehen. Wegen der Coro­na-Pan­de­mie muss­ten die jähr­lich statt­fin­den­den Opern­ga­las in Düs­sel­dorf, Ber­lin und Bonn zuguns­ten der Deut­schen AIDS-Stif­tung in die­sem Jahr abge­sagt wer­den. Für Bonn fand sich jedoch der Aus­weg einer digi­ta­len Ver­si­on. „Als Medi­en­part­ner der Opern­ga­la haben wir die Coro­na-beding­ten Absa­gen sehr bedau­ert und freu­en uns umso mehr, dass wir auf digi­ta­lem Wege den­noch eini­ge High­lights in Erin­ne­rung rufen kön­nen“, erklärt der Kul­tur­chef der Deut­schen Wel­le Rolf Rische.

Aufklärung und Prävention

Im Vor­pro­gramm über­mit­telt der Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor der Stadt Bonn Dirk Kaf­tan musi­ka­li­sche Grü­ße der Solis­ten, die ger­ne auf­ge­tre­ten wären. Zudem führt die Mode­ra­to­rin der Deut­schen Wel­le Mei­ke Krü­ger ein Gespräch mit den Initia­to­ren der Opern­ga­la, dem Ehe­paar Hel­mut Andre­as und Arndt Hart­wig sowie der Vor­stands­vor­sit­zen­den der Deut­schen AIDS-Stif­tung Kris­tel Dege­ner.

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Operngala digital ruft zu Spenden zugunsten der Deutschen AIDS-Hilfe auf
Die Mode­ra­to­rin der Deut­schen Wel­le Mei­ke Krü­ger (2.v.l.) im Gespräch mit Kris­tel Dege­ner, der Vor­stands­vor­sit­zen­den der Deut­schen AIDS-Stif­tung, sowie Hel­mut Andre­as Hart­wig und Arndt Hart­wig, den Initia­to­ren der Opern­ga­la
(Foto: © DW / R. Ful­ker)

Wir haben vor neun Jah­ren ange­fan­gen und hat­ten einen Rein­erlös von 60.000 Euro“, beschreibt Hel­mut Andre­as Hart­wig die Ent­wick­lung der Gala. „Für ein rela­tiv klei­nes Haus war das schon viel. Letz­tes Jahr hat­ten wir 240.000 Euro, was schon unglaub­lich ist. Im Lau­fe der Jah­re sind deut­lich mehr als eine Mil­li­on Euro zusam­men­ge­kom­men. Dies kommt der Deut­schen AIDS-Stif­tung zugu­te. Sie leis­tet viel, ist aber in ers­ter Linie Bot­schaf­ter im Sin­ne der Auf­klä­rung und der Prä­ven­ti­on.“

Desaströses Wüten von Aids in Afrika

Seit vor 40 Jah­ren Aids als eigen­stän­di­ge Krank­heit erkannt wur­de, fie­len ihr rund 35 Mil­lio­nen Men­schen zum Opfer. Und immer noch ist kei­ne Schutz­imp­fung vor­han­den. Beson­ders desas­trös wütet Aids in Afri­ka. Hier trat das Virus bereits in den 1950er-Jah­ren in Erschei­nung und ließ gan­ze Völ­ker aus­ster­ben. „Völ­ker­mord aus Gleich­gül­tig­keit“ nann­te die kana­di­sche Autorin Ste­pha­nie Nolen denn auch ein­mal das Schwei­gen des Wes­tens gegen­über der sich in Afri­ka abspie­len­den Tra­gö­die.

Kinder ohne Eltern

Die Initiatoren von Operngala digital zugunsten der Deutschen AIDS-Hilfe
Arndt Hart­wig und Hel­mut Andre­as Hart­wig, die Initia­to­ren der Opern­ga­la, mit dem Viro­lo­gen Pro­fes­sor Dr. Hen­drik Stre­eck (Mit­te) auf der Opern­ga­la 2019
(Foto: © Andre­as Rentz, Get­ty Images)

Aus euro­päi­scher Per­spek­ti­ve betrach­tet man Aids in Afri­ka nur als eine Krank­heit mehr auf einem Kon­ti­nent vie­ler Krank­hei­ten. Aber Aids ist in Afri­ka nicht nur eine Krank­heit. Es ist die Zer­stö­rung einer gan­zen Gesell­schaft. Aids trifft vor allem jun­ge Erwach­se­ne. So gibt es in Afri­ka eine Genera­ti­on von Kin­dern, die ohne Eltern auf­wach­sen, weil die­se ihrer Aids-Erkran­kung erla­gen. Die Deut­sche AIDS-Stif­tung enga­giert sich in Afri­ka bei Pro­jek­ten, die die Über­tra­gung des HI-Virus von der Mut­ter auf das unge­bo­re­ne Kind ver­hin­dern.

Operngala digital

Simone Kermes auf der Operngala 2016 zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung
Die Sopra­nis­tin Simo­ne Ker­mes mit der Arie der Amen­a­ide aus Gio­a­chi­no Ros­si­nis Oper Tan­credi
(Foto: © DW / R. Ful­ker)

Gezeigt wird in der „Opern­ga­la digi­tal“ eine Video­auf­zeich­nung aus dem Jahr 2016. Mode­riert von Bet­ti­na Böt­tin­ger vom West­deut­schen Rund­funk, gibt es ein bun­tes Pro­gramm mit Ari­en und Duet­ten aus der Fle­der­maus von Johann Strauß, Don Car­los von Ver­di, Romeo und Julia von Goun­od und Beet­ho­vens Fide­lio. Zudem ste­hen Ari­en der nea­po­li­ta­ni­schen Kom­po­nis­ten Ernes­to de Cur­tis und Sal­va­to­re Car­dil­lo und des spa­ni­schen Kom­po­nis­ten Feder­i­co More­no Tor­ro­ba auf dem Pro­gramm.

Schlussbild der Operngala zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung 2016
Das Schluss­ta­bleau der Opern­ga­la
(Foto: © DW / R. Ful­ker)

Zu den Mit­wir­ken­den gehö­ren die Tenö­re Andrea Carè und Rober­to de Bia­sio, die Sopra­nis­tin­nen Robin Johann­sen, Simo­ne Ker­mes, Julia Novi­ko­va und Chia­ra Ske­rath, die Mez­zo­so­pra­nis­tin Inge­borg Gil­le­bo und Mari­na Pru­den­ska­ya sowie die Bari­to­ne Davi­de Lucia­no und Luca Sal­si. Es spielt das Beet­ho­ven Orches­ter Bonn unter der Lei­tung von Ste­fan Blü­nier.

Opern­ga­la digi­tal – Best of – Musi­ka­li­sche High­lights aus dem Opern­haus Bonn“ auf der Web­site der Deut­schen Wel­le: www.dw.com

Auf dem You­Tube-Kanal „DW clas­si­cal music“: www.youtube.com

Und auf der Web­site der Deut­schen AIDS-Stif­tung: www.aids-stiftung.de

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