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Der Intendant der Bayerischen Staatsoper glaubt, dass die Menschen nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder in die Theater kommen werden. „Wir beobachten zwar, dass es Publikum gibt, das weiterhin sehr vorsichtig ist“, sagte Serge Dorny dem Münchner „Merkur“ (Mittwoch). Man sehe aber auch, „dass vor allem jüngeres Publikum nun vermehrt die Möglichkeit nutzt, um in die Bayerische Staatsoper zu gehen.“

Serge Dorny

Serge Dorny

Kultureinrichtungen wie Theater und Konzerthäuser dürfen in Bayern aktuell nur mit 25 Prozent Auslastung spielen. Für die Bayerische Staatsoper bedeutet das, dass sie nur 525 ihrer mehr als 2.000 Plätze verkaufen darf. „Am liebsten würden wir unter den sehr hohen, vorhandenen Corona-Regeln Vorstellungen zu 50 Prozent belegen“, erklärte Dorny. „Sicherer ist es nämlich nirgends im öffentlichen Leben.“

Nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die der Ministerrat am Dienstag bis zum 9. Februar verlängert hat, gilt bei Veranstaltungen die „2‑G-Plus“-Regelung. Danach müssen Besucher zusätzlich zur vollständigen Impfung einen Negativtest oder eine Auffrischungsimpfung nachweisen. Zudem darf nur ein Viertel der verfügbaren Plätze besetzt werden, und die Zuschauer müssen FFP2-Masken tragen. Restaurants können hingegen voll ausgelastet werden, und es wird lediglich die 2‑G-Regel angewandt.

Kultur könne in so einer krisengebeutelten Zeit ein essenzielles Lebensmittel einer Gesellschaft sein, betonte Opernintendant Dorny. Insofern seien Kultur und Gastronomie „so ähnlich und werden doch so unterschiedlich behandelt“

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