„Ich fand eine Musik, die mir so vertraut war, als hätte ich sie längst gekannt, als hätte ich sie nur wiedergefunden. Es war eine innere Übereinstimmung.” So machte Orff aus Monteverdis „Orfeo“ einen „Orffeo”. Dreimal überarbeitete er Monteverdis erste Oper und führte sie so in ein neues, Orffsches Klangbild.Die staccatohafte Artikulation des lateinischen Fortuna-Textes lädt zu ‚misheard lyrics‘ ein. In einer Parodie wird aus „semper crescis” schlicht „some men like cheese”, „aut decrescis vita detestabilis” klingt wie „hot temperate cheese” und „ludo mentis aciem” lässt sich als „you don’t get cheese or chicken” verhören.Die „Carmina Burana“ scheint ein Selbstbedienungsladen zu sein, so oft tauchen Teile daraus in der Popmusik auf. Als besonderer Fan gesampelter Orff-Fetzen könnte der Echopreisträger Michael Cretu gelten. Sein „Enigma“-Album (2000) „The Screen Behind the Mirror“ enthält gleich vier Tracks mit den „Carmina“.
Der Gitarrist und Lautenist Heinz Bischoff machte Orff mit dem Lautenspiel vertraut. So entdeckte Orff die Musik des mittelalterlichen Lautenspielers Hans Neusiedler aus Neusiedl am See, machte aus dessen Stück „Gassenhauer“ einen Gassenhauer (siehe auch XXX LINK ZU FILMSEITE) für Xylophon, Kastagnetten, kleine Trommel, Schellentrommel und Pauken.Über seinen Schüler Werner Egk verriet Orff: „Wir beide, Egk und ich, durch so viel Gemeinschaftliches verbunden, ergänzten uns bestens. Manch entschiedener Ratschlag lebt in seinem und meinem Werk heute noch weiter.“ Hans Pfitzner meinte damals über die Strömungen zeitgenössischer Musik: „Egk mich am Orff.“Der aus Brooklyn stammende Rapper NAS ließ es auf einen Rechtsstreit ankommen, als er sich 1999 in seinem Stück „Hate me Now“ zu „Fortuna“-Grooves aus den „Carmina Burana“ kreuzigen ließ. Orffs Erben erwirkten eine einstweilige Verfügung und die schon mehrere Millionen Mal verkaufte Scheibe durfte nicht länger verkauft werden.
William Byrd ließ im Bass seines Virginalstücks „The Bells“ zwei Glocken pendeln, als zeitgleich im Markusdom von Venedig vier Chöre sangen. Orff verknüpfte beides und schuf aus den „Bells” das fünfchörige Orchesterwerk „Entrata”, 1930 mittels Großlautsprecher uraufgeführt auf dem Königsberger Messegelände.In dem Gershwin-Song „Let’s Call The Whole Thing Off” streitet sich ein Paar über die richtige Aussprache, aber beide meinen dasselbe. In der Parodie wurde daraus:
„You say Carmina, and I say Carmana
You say Burina, and I say Burana
Carmina, Carmana, Burina, Burana
Let’s Carl the whole thing Orff.”
In dem Gershwin-Song „Let’s Call The Whole Thing Off” streitet sich ein Paar über die richtige Aussprache, aber beide meinen dasselbe. In der Parodie wurde daraus:
„You say Carmina, and I say Carmana
You say Burina, and I say Burana
Carmina, Carmana, Burina, Burana
Let’s Carl the whole thing Orff.”
ANZEIGE

Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here