Intime Töne

Pablo Sáinz-Villegas

Pablo Sáinz-Villegas zählt zu den Botschaftern klassischer Gitarrenmusik. Auf seinem Album spielt er berühmte Werke spanischer Komponisten. 

Der aus Rioja stammende Gitarrist Pablo Sáinz-Villegas weiß um die intimen Töne der klassischen Gitarre. Villegas spielt auf seinem neuen Album die bekanntesten Werke dafür. Es gelingt ihm so, ein breites Publikum zu erreichen. Nach Andrés Segovia und Narciso Yepes blieb dies der klassischen Gitarre lange verwehrt. Damit zählt er zusammen mit dem montenegrinischen Gitarristen Miloš zu den Botschaftern klassischer Gitarrenmusik. Dass Villegas von den Berliner Philharmonikern als erster Gitarrist in diesem Jahr für das Silvesterkonzert eingeladen wurde, ist in der Gitarrenwelt eine kleine Sensation.

Erinnerungen an eine friedliche Koexistenz

Neben Albéniz’ Asturias, eigentlich für Klavier geschrieben, vom Komponisten selbst aber als viel passender auf der Gitarre empfunden, präsentiert Villegas das wohl bekannteste Stück des Repertoirs, die spanische Romanze Romance de España. In Gerónimo Giménez’ La boda de Luis Alonso, ein Intermezzo aus der Zarzuela, klingt das bekannte El Vito an, ein traditionell andalusischer Veitstanz. Tárregas’ Lágrima ist zu hören und seine wunderbaren Erinnerungen an die Alhambra, die der berühmten Burgstadt in Granada gewidmet sind. Das heute vielbesuchte Weltkulturerbe erinnert an die Zeit der maurischen Herrschaft, einer Zeit, in der Juden, Christen und Muslime eine friedliche Koexistenz führten.

„Soul of Spanish Guitar“, Pablo Sáinz-Villegas (Sony)

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