Tea for Two Cellos“ betiteln Pi-Chin Chien und Fabian Müller ihr neues Album. Fabian Müller hat Musik komponiert, die den Duft und Charakter von Tee einfängt. Und Pi-Chin Chien kocht für CRESCENDO dazu eine Gemüse-Rindfleisch-Suppe.

Jetzt, da alle Feste gefeiert sind, kommt die Zeit für gemütliche Winterabende – mit herrlichen Eintöpfen und Suppen. Die Cellistin Pi-Chin Chien hat für CRESCENDO eine traditionelle Suppe aus ihrer Heimat gekocht und empfiehlt dazu: eine Tasse Tee. Wir haben nachgekocht und empfehlen dazu: Musik von Pi-Chin Chien und ihrem Mann, dem Komponisten Fabian Müller, der ebenfalls am Cello zu hören ist und sich vom Genuss einer Tasse Tee kompositorisch inspirieren ließ. Wie Tee klingt? Nun, auf alle Fälle nach einer so interessanten wie gelungenen Symbiose aus Asien und Europa.

Lässt sich von der Erinnerung an die reiche Küche ihrer taiwanischen
Heimat inspirieren: die Cellistin Pi-Chin Chien

(Foto: © Marco Borggreve)

Auf Empfehlung des Cello-Meisters Pierre Fournier, der mich als junges Mädchen in Taiwan Cello spielen hörte, kam ich in die Schweiz, um zu studieren“, erzählt Pi-Chin Chien. „Bis dahin war mir von meinen Eltern strikt untersagt gewesen, beim Kochen zu helfen. Die Angst, ich könnte meine Finger verletzen, war zu groß. So lernte ich erst in der Schweiz kochen, als ich meinen zukünftigen Mann, den Komponisten Fabian Müller, kennenlernte. Dabei ließ ich mich von der Erinnerung an die reiche Küche meiner Heimat inspirieren. Die traditionelle Gemüse-Rindfleisch-Suppe, die man nach Belieben mit Nudeln ergänzen kann, gehört zu meinen Lieblingsgerichten. Sie ist leicht und bekömmlich, und dazu passt ganz wunderbar ein feiner Oolong Tee.“

Pi-Chin Chiens Gemüse-Rindfleisch-Suppe

Zutaten für 12 Personen:
2 Bund Frühlingszwiebeln, 1 EL chinesische 5‑Gewürz-Mischung, 200 ml Sojasauce, 1 große Zwiebel, 4–5 cm Ingwer, 100 ml Sonnenblumenöl, ca. 2 kg Rindfleisch aus der Wade, 3 Tomaten, 1 weißer Rettich, 2 Karotten.
Zubereitung:

Einen Bund Frühlingszwiebeln in fingerlange, den anderen in kurze Stücke schneiden. Die Gewürzmischung in einen Einweg-Teebeutel füllen. Einen großen Suppentopf halbvoll mit Wasser füllen, die in Fingerlänge geschnittenen Frühlingszwiebeln und den Gewürzbeutel sowie 100 ml Sojasauce zugeben, zum Kochen bringen und beiseite stellen.

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Die Zwiebel fein würfeln, den Ingwer in Scheiben schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die fein geschnittenen Frühlingszwiebeln, die Zwiebelwürfel und die Ingwer-Scheiben goldbraun darin anbraten.

Inzwischen das Rindfleisch in große Würfel schneiden, zu der Zwiebelmischung geben und scharf anbraten. Mit 100 ml Sojasauce ablöschen, weiter braten, bis das Fleisch die Sauce aufgesogen hat.

Inzwischen die Tomaten grob würfeln, zugeben und mit dem Rindfleisch anbraten. Abdecken und bei mittlerer Hitze kurz weiter braten, dann zur Suppe geben und 40 Minuten bei mittlerer Hitze weiter kochen.

Den Rettich und die Karotten schälen und in grobe Würfel schneiden. Zur Suppe geben und weitere 20 Minuten kochen, bis das Rindfleisch, die Karotten und der Rettich weich sind. In Schälchen füllen und servieren.

Fabian Müller: „Tea for Two Cellos”,
Pi-Chin Chien und Fabian Müller (Solo Musica)

Zu beziehen u.a. bei: www.amazon.de

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Barbara Schulz
Die Zutaten für ein gutes Leben sind für unsere Autorin Barbara Schulz: gute Menschen, gute Musik, gute Bücher, gutes Essen. Und weil sie gern alles auf einmal hat, trifft sie am liebsten interessante Musiker oder Literaten zum Essen und schreibt über sie. Weil sie so mit Musikhören oder Lesen auch noch Geld verdienen kann. Die Literaturwissenschaftlerin, die selbst gern Musikerin geworden wäre, bekommt auf diese Weise alles unter einen Hut. Gut!

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