Die NML ist die weltweit größte Online-Datenbank für klassische Musik mit eingegliedertem Streamingdienst.

Sie wurde 2002 als erstes Musikstreaming-Webportal eingerichtet, das sich vor allem an Freunde klassischer Musik wendet. 1996 hatte Klaus Heymann, der Gründer von Naxos, erstmals mit www.hnh.com klassische Musik per Streamingdienst zugänglich gemacht. Daraus entwickelte er in der Folge die NML. Gegenwärtig umfasst sie nahezu 150.000 Musikalben. Und monatlich kommen hunderte weitere hinzu.

Klassische Musik in voller Breite

Die NML war von Beginn an dem Anspruch verpflichtet, das Angebot an Einspielungen klassischer Musik in seiner vollen Breite abzubilden.

Eine Auswahl der labels aus der Naxos Music Library

Eine Vielfalt an Labels klassischer Musik

Neben den großen bekannten Labels sind daher auch viele kleine Labels aus verschiedenen Ländern mit ihren Einspielungen vertreten. Neu hinzu traten in jüngster Vergangenheit etwa Islandia Music Records der Cellistin Maya Beiser, Khaggavisana des Pianisten Tomonori Ozeki, Lapis Island Records des Komponisten Peter Scott Lewis, Aquarius Records mit Musik russischer Komponisten oder Da Vinci Classics mit einer Antonio-Salieri-Edition.

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Nischenprodukte oder Liebhaberstücke entdecken

Benutzern können Nischenprodukte oder Liebhaberstücke entdecken, die in der Masse der jährlichen Neuerscheinungen manchmal untergehen.

Tabea Zimmermanns Album "Romance oublié" in der Naxos Music Library

Erfüllte sich mit dem Album „Romance oublié“ einen lang gehegten Wunsch: die Bratschistin Tabea Zimmermann

Ein Beispiel ist das Label Myrios Classics. Unter dem Titel „Romance oublié“ hat es eine wunderbare Einspielung romantischer Miniaturen herausgebracht, mit der die Siemens-Preisträgerin-2020 Tabea Zimmermann sich 2014 den lang gehegten Wunsch erfüllte, „die melancholischen Seiten und Saiten“ der Bratsche auszureizen. Zu hören gibt es neben dem titelgebenden Stück von Franz Liszt u.a. eine sanft wiegende Elegie von Alexander Glasunow, eine Träumerei von Henri Wieniawski und Aucassin et Nicolette, zu dem Fritz Kreisler sich von einer mittelalterlichen Liebeserzählung inspirieren ließ.

Lesetipp: Klaus Heymann, der Gründer des weltweit agierenden Plattenlabels Naxos im Gespräch mit CRESCENDO-Verleger Winfried Hanuschik über die Zukunft der Musikindustrie: crescendo.de

Lesen Sie weiter: Wo erhalten Sie Zugang zur NML?

Das Foto oben zeigt die Bibliothek im Schloss des Verlegers William Randolph Hearst, den Orson Welles in seinem Film „Citizen Cane“ porträtierte (© Dani Lavi).
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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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