Nur wer der Minne Macht entsagt

Rätsel: Was ist hier gesucht?

Mein Schöpfer war auf der Suche nach einem besonderen Klang: heroisch sollte er sein, feierlich und würdevoll. 

Was verbirgt sich hinter diesem Text?

Da, wo ich bin, ist die Liebe. Und die Gier. Und der Neid. Und der Betrug. Und die Missgunst. Da, wo ich bin, ist das Gold. Und der Schatz. Und der Ring. Ja, der Ring! Der Eine, der Wunderbare. Der, der endlose Macht verleiht. Aber nur demjenigen, der der Liebe entsagt: „Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold.“ Und wo ich bin, geht es natürlich – wie so oft – auch um Mord und Totschlag. All dem, gebe ich den richtigen, den einmaligen Klang. Denn nur dafür wurde ich von dem Mann, dem Komponisten erdacht und erschaffen. Eigens für diese Geschichte. 

Irgendetwas dazwischen

Dabei ist mein Name weitaus imposanter als meine Gestalt. Zudem ist er etwas irreführend. Denn er hält nicht ganz, was er verspricht. Mein Name besteht aus zwei Teilen – und bei beiden denkt der Hörer unwillkürlich an etwas Großes, Imposantes und Gewaltiges. Dabei bin ich vom Aussehen doch recht gewöhnlich, man könnte sagen: Verglichen mit meinem Namen bin ich fast ein bisschen unscheinbar. Man könnte mich sogar leicht verwechseln, mit zwei nahen Verwandten. Vom einen habe ich das Aussehen, vom anderen das Mundstück. Ich bin nicht dies, ich bin nicht das, ich bin irgendetwas dazwischen. Aber, aufgepasst: Ich gelte als eigenständig! Und dennoch fühle ich mich allein selten so recht wohl, ich mag die Gesellschaft. Mich gibt es also immer nur im Satz. Und wenn‚s ihnen hilft, hier noch ein Stichwort: linksgriffig!

Heroisch, feierlich und würdevoll

Mein Schöpfer war damals, wir schreiben das Jahr 1851/52, auf der Suche nach einem besonderen Klang: heroisch sollte er sein, feierlich und würdevoll. Er komponierte gerade ein neues Stück. Vier Teile, zig Stunden. Doch für den Klang, der ihm vorschwebte, gab es kein Ins­trument. Ein gewisser Vaclav Frantisek Czerveny und Adolphe Sax machten es am Ende möglich. Denn der eine hatte ein Instrument erfunden mit Namen „Cornon“; und der andere war nichts weniger als der Erfinder der Saxofone – und der Saxhörner. Mein Erfinder wiederum nahm einfach von beiden etwas: vom einen das Mundstück, vom anderen die Mensur. Et voilà, ich war geboren! Mit der Zeit sind auch andere Komponisten auf meinen Geschmack gekommen. So zum Beispiel der liebe Richard Strauss oder Igor Strawinsky für sein Le Sacre du Printemps. Oder Bruckner, Puccini, Holst, Mussorgsky…

Wissen Sie, was wir suchen? Die Auflösung finden Sie auf der nächsten Seite!

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