Ein mystischer Ort

Rätsel: Was ist hier gesucht?

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Auf mich zu treffen, ist schmerzhaft. Es tut weh. Sehr sogar. Dieser Schmerz ist körperlich, er ist real. 

Was verbirgt sich hinter diesem Text?

Ach, Sie auch hier!? Na dann, herzlich willkommen. Machen Sie es sich doch bequem. So gut wie es halt eben hier geht. Ich weiß schon, auf mich zu treffen, ist schmerzhaft. Es tut weh. Sehr sogar. Es ist mehr als nur verletzter Stolz. Dieser Schmerz ist körperlich, er ist real. Er kracht und knackst. Wer mit einem blauen Auge davon kommt, tut dies im wahrsten Sinne des Wortes. Hat Glück im Unglück, wenn man es so nennen will. Denn wenn sie mich treffen, dann sind sie ganz unten angekommen. Sie sind sozusagen abgestürzt – vorzeitig und meistens auch unabsichtlich.

Volle Kanne rauf auf den Bratschisten

In Zürich beispielsweise erzählt man sich heute noch gerne eine bestimmte Anekdote. Und zwar die von der zertrümmerten Bratsche. Und das, obwohl sie schon mehr als ein Vierteljahrhundert her ist. Damals machte ein Darsteller bei der Aufführung der Fledermaus quasi die Fliege. Doch besonders weit kam der robuste Sänger zu dieser Zeit nicht. Für ihn ging es nur abwärts – und wiederum volle Kanne rauf auf den Bratschisten. Der hieß damals Howard Griffiths. Nach der Vorstellung kam dieser zu zweierlei Erkenntnissen: Die Bratsche ist hin. Und ein Leben als Dirigent wäre vielleicht doch etwas ungefährlicher.

Aber wenn Sie jetzt schon mal hier sind, dann nehmen sie doch auch Platz. Sie müssen entschuldigen, hier ist es ein bisschen eng. Und manchmal vielleicht auch ein bisschen stickig. Sie sind ja schließlich nicht der einzige, der hier festsitzt. Immerhin, das Gesetz räumt ihnen hier unten 1,3 Quadratmeter ein. Das muss reichen. Und erschrecken Sie bitte nicht: Es könnte gleich ein bisschen lauter werden. Ich sage nur – Berufskrankheit!

Der Zustand des Hellsehens

Wären sie ein bisschen früher dran gewesen, sagen wir so im 18. Jahrhundert, dann hätte das hier alles ganz anders ausgesehen. Damals galt noch das Prinzip der Augenhöhe. Aber dieses Publikum, schrecklich! Das will ja immer sehen, was auf der Bühne passiert. Aber ich darf nichts Schlechtes sagen: Es war ja sozusagen meine Geburtsstunde. Immerhin müssen die anderen – dank mir – nicht neben, geschweige denn hinter der Bühne sitzen. Vielleicht kennen Sie ja auch Wagner. Ihm war es nämlich am liebsten, wenn man von mir gar nichts mehr sieht. Einen mystischen Ort nannte er mich. Der glaubte aber auch, wenn man mich nicht sehe, könne man die Zuschauer in den „begeisterten Zustand des Hellsehens“ versetzen. Verrückt! 

Wissen Sie, was wir suchen? Die Auflösung finden Sie auf der nächsten Seite!

1 COMMENT

  1. Verlosen Sie eigentlich nur Karten im bayrischen Raum? Sondern könnte ich Ihnen welche für die Matthäuspassion am 17.03.2013 in Stuttgart in der Matthäuskirche in Stuttgart anbieten.

    Dirigent ist Frieder Bernius mit dem Kammerchor Stuttgart und dem Barockorchester Stuttgart, Solisten sind u.a. Daniel Taylor, Tilman Lichdi, Joahnne Lunn.

    Melden Sie sich bei Interesse

    Viele Grüße
    Barbara Stommel
    Musik Podium Stuttgart e. V.
    0711 239 1394

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