Tom Franz passt sein Lieblingsgericht, das seine Mutter ihm als Kind kochte, der koscheren Küche an. 

Zutaten für den Hering

2 rote Äpfel
 1 kleine Zwiebel
6 Frühlingszwiebeln
6 Matjesfilets
150 g Joghurt
150 g saure Sahne
100 g süße Sahne
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Honig
2 EL Weißweinessig je nach Belieben

Zutaten für das Püree

1 kg mehligkochende Kartoffeln, geschält
2 EL Pflanzenöl
2 große Zwiebeln, geschält und fein gehackt
1 Apfel, geschält, entkernt und das Fruchtfleisch in Würfel geschnitten
250 ml warme Milch
50 g Butter
Salz

Zubereitung

Äpfel halbieren, das Kerngehäuse entfernen. Fruchtfleisch in feine Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden. Den weißen Teil der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Eine gute Handvoll der Frühlingszwiebelringe beiseitestellen. 

Alle Zutaten mit Ausnahme der Matjesfilets in einer Schüssel vermengen, mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Honig und Essig nach Belieben hinzufügen. Matjesfilets unterheben, abgedeckt mindestens 1 Stunde (am besten ein bis zwei Tage) im Kühlschrank ziehen lassen. 

Für das Püree die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen. Inzwischen das Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig anschwitzen. Äpfel hinzufügen, Zwiebeln und Äpfel sehr weich ohne Farbe bei leichter Hitze andünsten. Zwiebeln und Äpfel mit dem Stabmixer zu einer glatten Creme pürieren. Sobald die Kartoffeln weich sind, das Wasser abgießen und sie mit einem Kartoffelstampfer stampfen oder durch die Kartoffelpresse drücken. Warme Milch und Butter einarbeiten und die Zwiebel-Apfel-Creme einrühren. Mit Salz abschmecken. 

Eine Portion Püree auf den Teller geben, eine Mulde formen und eine Portion Sahnehering einlegen. Mit Frühlingszwiebelringen dekorieren. 

Während des MasterChef-Wettbewerbs (der Tom Franz in Israel bekannt machte, Anm.d.Red.) überraschte die Produktion die Teilnehmer mit einer persönlichen Videobotschaft. Ein Kamerateam war bei meinen Eltern in Deutschland gewesen und hatte meine Mutter zu den Lieblingsspeisen meiner Kindheit befragt. Eine davon sollten wir nachkochen. Unter den Gerichten, die meine Mutter erwähnt hatte und die auch koscher waren, befand sich nur der Sahnehering mit Pellkartoffeln. Problem: Meine Mutter hatte immer den ‚fertigen‘ Sahnehering gekauft und verfeinert. Einfach Pellkartoffeln servieren? Das wäre nicht angemessen gewesen. Ich musste mir also etwas einfallen lassen.“

Tom Franz

»Wenn ich gefordert werde, wachse ich über mich hinaus.«

Alles begann mit einem Schüleraustausch mit israelischen Jugendlichen. Es folgten ein Israel-Aufenthalt mit Aktion Sühnezeichen, zurück in Deutschland eine Nahtoderfahrung – und der angehende Jurist Tom Franz aus Erftstadt bei Köln wusste, er müsse zum jüdischen Glauben konvertieren und wieder nach Israel. Heute lebt er mit seiner israelischen Frau und fünf Kindern dort und will zwischen den verschiedenen kulturellen Universen vermitteln. Was bedeutet: koschere Küche modern und attraktiv interpretieren. Wofür ihn selbst die Rabbiner lieben. Tom Franz ist zum Judentum konvertiert und lebt in Israel, wo er die koschere Küche wieder attraktiver macht.

So schmeckt Israel von Tom Franz ist ein Kochbuch für alle, die mehr über das Leben von Tom Franz erfahren möchten, sich ein wenig in die Gesetze und Bräuche der koscheren Küche einlesen und vor allem auch danach kochen wollen. Darüber hinaus gibt es einen wunderbaren Überblick über die jüdischen Feiertage. 

Tom Franz: „So schmeckt Israel“ (AT Verlag)

Foto Titelbild: Dan Peretz / AT Verlag

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here