Als „Her­zens­pro­jekt” bezeich­net Mar­tin Helm­chen sei­ne Auf­nah­me der fünf Kla­vier­kon­zer­te Beet­ho­vens mit dem Deut­schen Sym­pho­nie-Orches­ter Ber­lin unter Andrew Man­ze. Zum Auf­takt spannt er den Bogen von jenem Kla­vier­kon­zert Num­mer zwei, das Beet­ho­ven 25-jäh­rig in Wien noch vor der Num­mer eins schrieb und das deut­lich den Ein­fluss von Haydn und Mozart zeigt, bis zum gran­dio­sen Fünf­ten, das Ende 1808 bis Anfang 1809 ent­stand und des­sen Klang jeden her­kömm­li­chen Rah­men spreng­te.

Erfüllt sich einen Her­zens­wusch: der Pia­nist Mar­tin Helm­chen
(Foto: © Gior­gia-Ber­taz­zi)

ANZEIGE



Für Helm­chen ist die­ses Fünf­te mit sei­ner unend­li­chen Palet­te an Stim­mun­gen eines „der ganz gro­ßen Kla­vier­kon­zer­te“, des­sen zwei­ter Satz „eine sakra­le Innig­keit“ besit­ze, die mit kei­nem ande­ren Mit­tel­satz in Kla­vier­kon­zer­ten ver­gleich­bar sei. „Es ist eine sol­che über­schwäng­li­che, eupho­ri­sche Lebens­freu­de in dem Stück, die abso­lut ihres­glei­chen sucht“.

Lud­wig van Beet­ho­ven: „Pia­no Con­cer­tos 2 & 5”, Mar­tin Helm­chen, Deut­sches Sym­pho­nie-Orches­ter Ber­lin, Andrew Man­ze (Alpha)

www.amazon.de

Vorheriger ArtikelKlangvolle Namen
Nächster ArtikelErweckung aller Sinne
Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here